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Andre Finnbogason (r.) markierte den 2:0-Endstand © Imago
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Augsburg - Mainz verpasst einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Rene Adler verhindert sogar noch eine höhere Pleite. Augsburg feiert die Rettung.

Der FC Augsburg feierte in speziellen T-Shirts mit seinen Fans ausgelassen den Klassenerhalt, währenddessen schlichen die Profis des FSV Mainz 05 mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Nach einer 0:2 (0:1)-Niederlage beim FCA muss die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz weiter um den Klassenerhalt zittern, mit 30 Punkten auf Rang 15 ist die Situation für die Rheinhessen vor den ausstehenden Spielen gegen RB Leipzig, bei Borussia Dortmund und gegen Werder Bremen alles andere als rosig. (Die Tabelle der Bundesliga)

Das interessierte beim FCA nach dem Abpfiff aber niemanden. "obACHT - auch im nächsten Jahr wieder Abstiegskandidat Nummer eins", stand auf den blauen Shirts, die sich Spieler, Trainer, Helfer und Offizielle nach dem Abpfiff überstreiften.

Gregoritsch und Finnbogason treffen

Die bayerischen Schwaben, die kommende Saison in ihre achte Erstligaspielzeit gehen und immer zu den Abstiegsaspiranten gezählt werden, waren einfach nur überglücklich. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Michael Gregoritsch (29.) und Alfred Finnbogason (90.+2) hatten zuvor die Treffer für den vor allem in der ersten Hälfte verbesserten FCA erzielt und damit die jüngste Negativserie beendet.

Das Team von Manuel Baum, das auch vor dieser Saison wieder als Abstiegskandidat gehandelt worden war, hatte seine letzten vier Heimspiele verloren und war zuletzt viermal sieglos geblieben.

"Das war ein hochverdienter Sieg, souverän herausgespielt", sagte ein strahlender FCA-Manager Stefan Reuter nach der Partie bei Sky(Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

"Das war ganz bitter"

Mainz hatte sich nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage im Aufwärtstrend gewähnt. Die Darbietung in Augsburg war aber ein deutlicher Rückschritt. 

"Das war ganz bitter, wir müssen jetzt ganz schnell den Fokus auf Leipzig richten", sagte ein maßlos enttäuschter FSV-Sportvorstand Rouven Schröder nach der Partie, in der der FCA von Beginn an alles im Griff hatte.

Bereits in der 2. Minute hatte Finnbogason per Kopf die Chance zur Führung, verfehlte aber knapp das Mainzer Tor. Der isländische Angreifer feierte nach knapp dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback. (Der Tabellenrechner der Bundesliga)

Auch in der Folge wirkte der FCA vor 29.110 Zuschauern abgeklärter und vor allem entschlossener. Marco Richter verzog in der 26. Minute knapp, nachdem die 05er-Abwehr nicht das erste Mal unsortiert wirkte. Kurz darauf nutzte Gregoritsch die Mainzer Unzulänglichkeiten eiskalt aus.

Mainz zu harmlos

Der Österreicher ließ Jean-Philippe Gbamin, der viel zu schnell angriff, gekonnt ins Leere laufen und schob überlegt ein. Für Gregoritsch war es schon das zwölfte Saisontor.

Der FCA blieb am Drücker. Kurz nach dem 1:0 scheiterte Richter per Hackentrick an Rene Adler. Der frühere Nationaltorwart verhinderte mit einem Klasse-Reflex zudem vor der Pause ein weiteres Gegentor durch Gregoritsch. Und Mainz? Den harmlosen Gästen fehlte auch im Spiel nach vorne die Geradlinigkeit.

Nach dem Wechsel verpasste zunächst Finnbogason (49.) nach starker Vorarbeit von Richter die Vorentscheidung. Augsburg zog sich in der Folge zurück, Mainz konnte mit den Räumen aber nicht allzu viel anfangen.

Die beste Ausgleichschance hatte Suat Serdar (53.). Augsburg blieb gefährlich. Erneut Richter scheiterte aber freistehend (70.). Finnbogason nutzte dann in der Nachspielzeit einen Konter zu seinem zwölften Saisontreffer, nachdem sich zuvor Adler in den Angriff der Mainzer eingeschaltet hatte. 

Das Restprogramm

FC AUGSBURG (11./40 Punkte/40:40 Tore)
(A) Hertha BSC
(H) Schalke 04
(A) SC Freiburg

FSV MAINZ 05 (15./30 Punkte/32:49 Tore)
(H) RB Leipzig
(A) Borussia Dortmund
(H) Werder Bremen

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