Geht Hasenhüttl? Große Verwunderung über RB
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München - SPORT1-Experte Marcel Reif hält Peter Stöger nicht für den geeigneten BVB-Trainer der Zukunft. Die Demission von Kapitän Marcel Schmelzer sei ein richtiges Signal.

Hallo Fußball-Freunde,

die fulminante Vorstellung von Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen war eine Befreiung für Peter Stöger. Doch das Spiel kommt für den Trainer zu spät.

Für ihn ist schon alles klar: Er ist fertig mit Dortmund - die Verantwortlichen um Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke suchen sich einen neuen Trainer.

Gegen Leverkusen hat sich gezeigt: Stöger macht nun unbeirrt, was er für richtig hält. Und wenn jemandem das nicht passt, dann geht er morgen eben nach Hause. Die Haltung ist ein Resultat der anhaltenden Diskussionen um seine Person. Sie haben an ihm gezehrt, besonders nach dem Aus in der UEFA Europa League und zuletzt der Niederlage im Revierderby auf Schalke.

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Vor der Gala gegen Leverkusen verbannte er Kapitän Marcel Schmelzer auf die Tribüne. Einen solchen Schritt zu unternehmen, dafür war Stöger nach dem Europa-Aus gegen Salzburg noch nicht bereit. Doch die schmerzliche Niederlage gegen Schalke und das Echo danach gaben dem BVB-Trainer den letzten Impuls, seinen Weg kompromisslos durchzusetzen.

Sein Frust über die Diskussionen um seine Person ist verständlich: Als er beim BVB anheuerte, fand er einen Trümmerhaufen vor -  eine Mannschaft, die im System von Peter Bosz verloren war und nicht mehr wusste, wer sie ist.

Stöger schaffte es, das Team zu stabilisieren und auf Champions-League-Kurs zu führen (nur zwei Liga-Niederlagen, zwei Punkte im Durchschnitt). Doch die zermürbenden Störgeräusche nahmen kein Ende. Er muss sich gefragt haben, was von ihm erwartet wird. Hätte er weiter auf Hurra-Fußball gesetzt, wäre die Mannschaft noch weiter abgestürzt.

Am Ende wird Stöger den BVB aber unter Applaus verlassen. Denn das Problem in Dortmund ist weniger der Trainer, sondern die Frage: "Was wollen wir eigentlich?" Deswegen ist ein Neuanfang mit einem Coach, der mit dem Ganzen noch nichts zu tun hatte, der richtige Weg.

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Seit gestern ist auch Ralph Hasenhüttl wieder eine Option für Borussia Dortmund. Was die Leipziger sich beim Vertragspoker gerade erlauben, ist zu marktschreierisch: Wir verhandeln, wir verhandeln doch noch nicht so ganz, wir machen es drei Wochen vorher. Ach nein, wir machen es nach Saisonschluss.

Hasenhüttl könnte sagen, er ist mit Leipzig am Ende seiner Reise. Dortmund wäre dann sicher eine Option. Als er bei Bayern im Gespräch war, da schien Dortmund nicht an ihn ranzukommen - aber nun könnte Bewegung entstehen.

Bis demnächst,
Euer Marcel Reif

Marcel Reif ist nach rund 1.500 kommentierten Spielen eine Reporter-Legende. Für seine Arbeit erhielt Reif unter anderem den "Grimme Preis", den "Deutschen Fernsehpreis" und den "Bayerischen Fernsehpreis". Seit Sommer 2016 begleitet Marcel Reif als Experte den CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

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