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1. FC Nuernberg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
1. FC Nuernberg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga © Getty Images
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Nürnberg - Die TSG Hoffenheim dreht einen Pausenrückstand beim 1. FC Nürnberg. Als spielentscheidender Akteur erweist sich dabei der englische Youngster Reiss Nelson.

Die TSG Hoffenheim hat ihre Ergebniskrise beendet und wichtiges Selbstvertrauen geschöpft. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann kam nach zwischenzeitlichem Rückstand zu einem vollkommen verdienten 3:1 (0:1) beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg, nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen hatte daran der 18-jährige Reiss Nelson mit zwei Treffern großen Anteil. 

"Wir hatten komplizierte erste 20 Minuten, wo wir in der Emotionalität unterlegen und zurecht in Rückstand waren. Danach haben wir uns gefangen und waren ab der 30. Minute sehr dominant mit fünf, sechs guten Abschlüssen", befand Hoffenheims Coach Nagelsmann nach dem Spiel. "In der zweiten Hälfte war unser Druck sehr hoch, wir haben viel über die Flügel gespielt und dort die Tore eingeleitet. Ich bin sehr zufrieden – wir haben taktisch guten Fußball gespielt und am Ende verdient gewonnen."

Sein Nürnberger Kollege Michael Köllner war dagegen zwiegespalten: "In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt, waren in den Zweikämpfen sehr präsent und sind auch immer wieder vors Tor gekommen. Nach der Pause konnten wir unser Spiel nicht mehr so aufnehmen. Hoffenheim hat dann auch seine Klasse gezeigt und wir haben verdient verloren."

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Club-Kapitän Hanno Behrens verwandelte zunächst in der 18. Minute einen Foulelfmeter und brachte den Gastgeber in Führung. Hoffenheim diktierte aber das Geschehen mit zunehmender Dauer, und der englische Youngster Nelson (50. und 57.) brachte die Überlegenheit dann auch in Toren zum Ausdruck. Adam Szalai (67.) erhöhte für die im zweiten Durchgang stark auftrumpfende Nagelsmann-Elf auf 3:1. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Hoffenheim klettert weiter nach oben

Mit nunmehr zehn Zählern hat der Champions-League-Starter das untere Tabellendrittel verlassen und darf zuversichtlich auf das Königsklassen-Duell mit Olympique Lyon am Dienstag blicken. Nach den zurückliegenden Auswärtsklatschen bei Borussia Dortmund (0:7) und RB Leipzig (0:6) hat Nürnberg dagegen nun auch das erste Heimspiel verloren und war vor allem spielerisch weit unterlegen. (Tabelle Bundesliga)

Nagelsmann hatte gehofft, dass die länderspielbedingte Pause seinem angeschlagenen Team helfen würde. Eine "gefährliche Situation" hatte der 31-Jährige erkannt, die eine "große Herausforderung" für ihn darstelle. Doch die Kraichgauer brachten sich gegen die auf Konter ausgerichteten Nürnberger zunächst selbst wieder in Bedrängnis. (Spielplan Bundesliga)

Umstrittener Strafstoß zur Club-Führung

Nachdem ein Alleingang von Club-Torjäger Mikael Ishak (2.) nicht von Erfolg gekrönt war, schenkte Hoffenheims Verteidiger Kasim Adams den Franken mit einem unnötigen Schubser gegen Virgil Misidjan einen Strafstoß.

Dass die Führung bis in die Pause hielt, hatte der FCN seinem Torwart Christian Mathenia zu verdanken. Der 26-Jährige war für den unglücklichen Fabian Bredlow ins Tor gekommen, der in Dortmund und Leipzig insgesamt 13 Gegentreffer hinnehmen musste. Hoffenheims kroatischer Vizeweltmeister Andrej Kramaric (23., 25., 31.) fand gleich dreimal seinen Meister in Mathenia.

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Die Nagelsmann-Elf hatte wie so häufig in den zurückliegenden Wochen optisch Vorteile, aber in der ersten Halbzeit nicht die nötige Konsequenz im Abschluss. Auch sechs Änderungen in der Startelf bewirkten zunächst keinen Umschwung, nachdem Ishak Belfodil und Joshua Brenet (beide Magen-Darm-Infekt) kurzfristig noch ausgefallen waren.

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TSG steigert sich im zweiten Abschnitt

Beim Club war dagegen der angeschlagene Schwede Ishak trotz seiner muskulären Probleme dabei, hielt aber lediglich bis zur 41. Minute durch. Coach Köllner hatte seiner Elf ein recht strammes Defensivkorsett verpasst, aus dem der Aufsteiger nur bei Hoffenheimer Ballverlusten ausbrach.  

Doch im zweiten Abschnitt entwickelte die TSG wesentlich mehr Zug zum Tor, vor allem der quirlige Nelson war von der Club-Abwehr nicht mehr zu stellen. Mit den Treffern wuchs bei Hoffenheim auch die Sicherheit, während Nürnberg kein Gegenmittel mehr fand. 

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