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Timo Werner (RB Leipzig) erzielte gegen Nürnberg einen Doppelpack und vergab einen Elfmeter
Timo Werner erzielte einen Doppelpack und vergab einen Elfmeter © Getty Images
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Leipzig - RB Leipzig sorgt für die zweite heftige Club-Klatsche in kurzer Zeit. Timo Werner trifft doppelt und vergibt einen Elfer. Der FC Bayern rutscht weiter ab.

Die RB-Profis ließen sich nach ihrem Schützenfest und den Sprung auf Platz zwei von den Leipziger Fans gebührend feiern, Club-Trainer Michael Köllner musste dagegen seine Profis nach dem zweiten Debakel des Aufsteigers in der noch jungen Saison aufrichten.

Der Coach des  1. FC Nürnberg versammelte sein Team nach der bitteren 0:6 (0:4)-Pleite beim Europa-League-Teilnehmer RB Leipzig im Mittelkreis, tröstete seine Spieler, die nach der bitteren Lehrstunde sichtlich am Boden zerstört waren (Alle Ergebnisse im Überblick).

Bornemann lobt Köllner

Nach der Partie stellte Club-Sportvorstand Andreas Bornemann, der mit im Kreis stand, seinem Coach eine Jobgarantie. "Er macht einen sensationellen Job, das wird sich bis zum Saisonende auch nicht ändern", sagte der FCN-Boss bei Sky.

Leipzig hatte zuvor seinen Aufschwung mit dem bislang höchsten Bundesligasieg der Klubgeschichte eindrucksvoll fortgesetzt und dem 1. FC Nürnberg das nächste peinliche Debakel beschert. Die wiedererstarkten Sachsen hätten sogar noch höher gewinnen können. Der FC Bayern rutschte durch Leipzigs Sieg auf Rang sechs ab (Die Tabelle der Bundesliga).

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Werner glänzt und verschießt Elfer

Die Leipziger, die nach mäßigem Saisonstart wettbewerbsübergreifend nur eines ihrer vergangenen neun Spiele verloren, machten dank der Tore von Kevin Kampl (3.), Yussuf Poulsen (7.), Marcel Sabitzer (21.) und Nationalspieler Timo Werner (32.) schon in der ersten Hälfte alles klar.

Nach der Pause legten Sabitzer (55.) und Werner (59.), der zudem einen Foulelfmeter (63.) verschoss, nach. Für Werner waren es vor 37.389 Zuschauern die Bundesligatore 50 und 51. Nürnbergs Tim Leibold hatte den Strafstoß mit einer Notbremse an Werner verursacht und dafür die Rote Karte gesehen (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Nürnberg legte die chronische Auswärtsschwäche auch in Leipzig nicht ab - im Gegenteil. Knapp zwei Wochen nach dem 0:7-Debakel bei Borussia Dortmund präsentierten sich die Franken abermals desolat, vom ersten Auswärtssieg der Saison war der Club erneut meilenweit entfernt.

Jubilar Kampl eröffnet Torreigen

"Da war ähnlich wie in Dortmund. Man darf nicht beim ersten gegnerischen Angriff ein Tor bekommen, zudem muss ein Torwart mal einen sehr guten Tag erwischen. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir wollten und wurden wieder von eine Lawine überrannt", so Bornemann.

RB-Trainer Ralf Rangnick hatte drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg bei Rosenborg Trondheim (3:1) kräftig rotiert. Unter anderem kehrten die zuletzt angeschlagenen Schlüsselspieler Emil Forsberg und Kampl, der zu seinem 100. Bundesligaeinsatz kam, in die Startelf zurück. Nürnberg-Coach Köllner tauschte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf nur auf einer Position: Yuya Kubo ersetzte Matheus Pereira auf der rechten Außenbahn.

Kubo war zunächst allerdings nur defensiv gefordert. RB kam schwungvoll aus der Kabine. Kampl initiierte im Zusammenspiel mit Werner den ersten gefährlichen Angriff und schloss diesen abgeklärt zur schnellen Führung ab. Nur vier Minuten legte Poulsen nach.

Bredlow patzt mehrfach

Die lauffreudigen Kampl, Forsberg und Sabitzer wirbelten zumeist unbedrängt durch das Mittelfeld. Nürnberg fand selten in die Zweikämpfe und kam auch deshalb kaum zu Entlastungsangriffen. Durch fahrlässige Fehlpässe brachte sich der Club immer wieder selbst in Bedrängnis.

Leipzig nutzte die gebotenen Räume klug und bestach auch mit enormer Effektivität. Sabitzer ließ bei seinem Treffer ins kurze Eck FCN-Torwart Fabian Bredlow schlecht aussehen. Wenig später nahm Werner genau Maß.

RB knüpfte nach dem Seitenwechsel nahtlos an die starke erste Halbzeit an. Das Rangnick-Team war Nürnberg in allen Belangen überlegen und hatte leichtes Spiel. RB-Kapitän Willi Orban traf nach einer Ecke nur den Pfosten (69.).

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