Favre begründet BVB-Probleme beim Kantersieg
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Stuttgart - Die deftige Pleite gegen Borussia Dortmund offenbart einmal mehr die Kernprobleme beim VfB Stuttgart. Der Effekt des Trainerwechsels ist schon verpufft.

0:4 gegen Borussia Dortmund – enttäuschender hätte der Einstand von Trainer Markus Weinzierl beim VfB Stuttgart nicht verlaufen können.

Bereits nach drei Minuten kassierte der Tabellenvorletzte den ersten Gegentreffer, nach 25 Minuten lag man nach einem Doppelschlag mit 0:3 in Rückstand, die Partie war schon frühzeitig gelaufen und Weinzierl komplett bedient. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"So, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, können wir nicht agieren", haderte der Nachfolger von Tayfun Korkut. "Nach drei Minuten war der ganze Plan weg. Das darf einfach nicht passieren." (Tabelle Bundesliga)

Weinzierl hatte erkennbar Mühe, seinen Ärger zu verbergen. Es sei "schön" gewesen, nach 15 Monaten ohne Arbeit mal wieder als Trainer einer Mannschaft ein ausverkauftes Stadion zu betreten, sagte er, doch seine Freude habe ja nur kurz gewährt: "Nach drei Minuten wurde es dann immer unschöner."

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Gomez: "Hinten einfach desaströs"

Frappierend war einmal mehr, wie leichtfertig die Schwaben die Gegentreffer herschenkten. Zu häufig verloren sie das Leder in der Vorwärtsbewegung, der Spitzenreiter schaltete nach Balleroberung blitzschnell um und überrannte die unsortierte Abwehr der Gastgeber.

Höhepunkt war der kapitale Fehlpass des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard vor dem dritten Gegentreffer. "In der ersten Hälfte war das nach hinten einfach desaströs", klagte Mario Gomez bei den Stuttgarter Nachrichten. "In der Pause haben wir uns dann vorgenommen, uns wenigstens mit Würde zu verabschieden."

Zumindest das gelang dem VfB, trotz des vierten Gegentreffers kurz vor Schluss. Direkt nach der Pause hatten die Schwaben gute Gelegenheiten, dem Spiel vielleicht noch eine Wende zu geben, doch Christian Gentner schoss aus drei Metern über das Tor (48.), BVB-Torhüter Roman Bürki rettete gegen Santiago Ascacibar (51.).

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Weinzierl: "Sehr, sehr enttäuschend"

Verantwortlich für den kleinen Lichtblick nach der Pause war eine Systemumstellung. "Die zweite Halbzeit war besser", erklärte Weinzierl. "Im 3-5-2 ist die Mannschaft besser zurechtgekommen, das hat jeder gesehen, aber insgesamt war das sehr, sehr enttäuschend."

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Löchrig in der Defensive und harmlos in der Offensive – auf Weinzierl wartet jede Menge Arbeit in den kommenden Wochen, wenn er den VfB wieder in die Spur bekommen will.

Stürmer Gomez, der gegen den BVB völlig in der Luft hing und keine einzige Tormöglichkeit hatte, weiß wie: "Wir müssen unser Defensivverhalten ändern und vorne unsere Chancen machen." Leichter gesagt als getan.

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