Bayern-Legenden erklären: Dafür steht "Mia san Mia"
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Ex-Kapitän Philipp Lahm erklärt die Gründe für seine Absage als Sportdirektor des FC Bayern. Die derzeitige Krise der Münchner werde laut Lahm bald vorbei sein.

Der ehemalige Bayern-Kapitän Philipp Lahm glaubt, dass ein Einstieg als Sportdirektor beim Deutschen Meister nicht erfolgreich gewesen wäre.

Trotz guten Gesprächen mit den Bayern-Bossen habe Lahm Karl-Heinz Rummenigge letztlich erklärt, "dass für mich der Posten nicht infrage kommt."

Der FCB hatte sich kurz nach seinem Karriereende im Sommer 2017 sehr um Lahm bemüht, nach dessen Absage stieg Hasan Salihamidzic ein. Vor allem der Zeitpunkt kurz nach dem Ende seiner Laufbahn hätte laut Lahm für Probleme sorgen können.

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"Ich hatte meine Mitspieler, die mir sehr, sehr nah waren - und dann wäre ich auf einmal sozusagen der Chef dieser Spieler gewesen. Es hätte einfach nicht funktioniert", sagte der 34-Jährige in einem Podcast der Bild.

Lahm verwies 2017 noch auf Uli Hoeneß

Diese Begründung für die Absage ist neu, vor eineinhalb Jahre hatte Lahm andere Motive genannt: Uneinigkeit über die Verteilung der Kompetenzen.

"Generell kann man nur Dinge rund um die Mannschaft beeinflussen, wenn man die Verantwortung hat", sagte Lahm damals dem Stern und deutete an, dass vor allem der Machtanspruch von Präsident Uli Hoeneß eine Hürde war: "Ich glaube, dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen. Zu jung. Er will die Dinge selbst beeinflussen. Und das ist auch sein gutes Recht, er ist Aufsichtsratsvorsitzender und hat Unglaubliches für den Klub geleistet."

Lahm glaubt an Ende der Bayern-Krise

Außerdem glaubt der heutige EM-Botschafter, dass die Negativserie der Münchner bald beendet ist. "Es ist noch nicht passiert. Sie haben jetzt eine schwächere Phase gehabt. Der FC Bayern hat immer Lösungen gefunden und ich bin mir sicher, dass die am Ende wieder ganz oben stehen werden."

Auch bei Trainer Niko Kovac glaubt Lahm an den Turnaround. "Er wird die richtigen Schlüsse daraus ziehen. (...) Ich bin mir sicher, dass er das händeln kann und dass sie da auch wieder rauskommen."

Während seiner Karriere habe er hin und wieder zum Rapport bei Uli Hoeneß und Co. antreten müssen. "Ich habe mich meistens gefreut. Es gab immer einen Grund, den konnte ich vertreten."

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