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In der kommenden Saison ein Duo: Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick © imago
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Julian Nagelsmann heuert kommende Saison in Leipzig an. Dabei haben die RB-Bosse lange gezögert mit der Verpflichtung. Ralf Rangnick gewährt Einblicke.

Julian Nagelsmann wird zur neuen Saison Trainer bei RB Leipzig. Der Deal steht bereits fest - und wäre doch beinahe in letzter Minute geplatzt.

Die Leipziger Verantwortlichen haben offenbar ernsthaft darüber nachgedacht, dem Coach von 1899 Hoffenheim  abzusagen. Das bestätigte Sportdirektor und Interimstrainer Ralf Rangnick im Interview mit der Welt am Sonntag

"Weil man im Fußball und gerade in einer Stadt wie Leipzig den Leuten nicht sagen kann, wir machen jetzt ein Übergangsjahr", sagte Rangnick und ergänzte: "Wenn es sechs Jahre lang eigentlich immer nur bergauf ging bis hin zur Champions League und zur Europa League, dann kannst und möchtest du das auch nicht vermitteln."

Entscheidung für Nagelsmann nicht ohne Risiko für Rangnick

Letztlich entschied sich der Klub doch für diese Variante - und Rangnick höchstselbst füllt für diese Übergangszeit eine Doppelrolle aus. 

Rangnick erwog Nagelsmann-Absage

Er persönlich sieht diese Funktion nicht ohne Risiko für sich. "Für mich als Einzelperson ist es bestimmt mit einem gewissen Risiko verbunden. Du bist als Trainer kurzfristig angreifbarer als ein Sportdirektor", sagte er. 

Auch aus diesem Grund behält sich Rangnick vor, Nagelsmann bereits vor dessen Dienstende in Hoffenheim in Personalplanungen für die kommende Saison mit einzubeziehen. 

Rangnick über Nagelsmann: "Es dürfen auch mal die Fetzen fliegen"

"Sollten wir in der Winterpause an den Punkt kommen, wo wir über die Verpflichtung eines Spielers für den kommenden Sommer entscheiden, würden wir das nicht komplett über seinen Kopf hinweg tun", sagte er. "Dann würden wir auch seine Einschätzung zum Spieler einholen."

Was die Zusammenarbeit des Duos im kommenden Jahr angeht, setzt Rangnick durchaus auf Konfrontation der beiden Alphatiere. 

"Hinter verschlossenen Türen dürfen gerne mal die Fetzen fliegen. Was spricht dagegen?", sagte er und verglich die Konstellation mit denen in den vergangenen Jahren. "Da gab es auch mit Alexander Zorniger oder Ralph Hasenhüttl immer wieder sehr kontroverse Diskussionen und Reibungspunkte. Das wird mit Julian Nagelsmann nicht anders sein."

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