Hecking verrät: Darum hat Plea so eingeschlagen
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Bremen - Der Franzose bringt Gladbach mit einem genialen Nachmittag in Bremen auf die Siegerstraße - Rang zwei ist gefestigt. Werder schlittert dagegen in die Krise.

Borussia Mönchengladbach zementiert sich als erster Jäger des BVB.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking gewann am elften Spieltag dank des Dreierpacks von Alassane Plea (39., 48. und 52.) mit 3:1 (1:0) bei Werder Bremen und übte damit auch gehörig Druck auf Borussia Dortmund aus. Nuri Sahin erzielte mit seinem ersten Werder-Tor noch den Ehrentreffer (59.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Wir haben eine tolle Mannschaft, die mich toll aufgenommen hat. Wir haben sehr viel und hart gearbeitet, jetzt läuft es sehr gut. Ich will der Mannschaft helfen und Tore schießen. Dann schauen wir, was am Ende rauskommt. Wir lassen den Ball gut laufen, verteidigen gut, aber die Saison ist noch lang. Die Auswärtspuinkte sind wichtig", sagte Plea nach dem Spiel bei Sky.

Vor dem Spitzenspiel am Abend zwischen dem BVB und Bayern München verkürzten die Gladbacher mit dem furios auftrumpfenden Plea den Rückstand auf Dortmund auf nur noch einen Zähler. Der Rekordmeister aus München könnte vor der Länderspielpause mit den Fohlen nach Punkten höchstens gleichziehen.

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Gladbach fürgt Werder 3. Pleite in Folge zu

Gladbach glänzte im Weserstadion einmal mehr mit taktischer Reife und entschlossenem Offensivfußball. Die Hanseaten agierten nach den Rückschlägen der vergangenen Wochen hingegen erneut glücklos, erstmals unter Trainer Florian Kohfeldt kassierten die Bremer drei Bundesliga-Pleiten in Serie und sind nun Tabellensiebter. (Alle Ergebnisse im Überblick)

"Natürlich sind wir keine Spitzenmannschaft. Das hätte ich aber auch vor den drei Niederlagen gesagt. Die Spiele, dir wir gewonnen haben, waren auch knapp. Wir hatten auch heute gute Phasen, aber das reicht in der Bundesliga nicht - speziell gegen eine Mannschaft wie Gladbach. Wir müssen die guten Phasen verlängern und besser verteidigen", sagte Sahin bei Sky.

Gegen Plea fanden die Hanseaten keine Mittel. Der Franzose setzte sich bei seinem ersten Treffer überragend gegen Martin Harnik und Davy Klaassen durch und schob dann noch cool ins lange Eck ein. Bei Tor Nummer zwei Stand Plea nach einer Ecke goldrichtig und schob ein, auch bei seinem dritten Treffer nutzte er den angebotenen Raum geschickt aus. Für den 25-Jährigen waren es schon die Saisontreffer Nummer sechs bis acht. Fast hätte Plea sogar noch das vierte Tor nachgelegt.

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Plea trifft in Bremens stärkste Phase hinein

Dabei sah es lange gar nicht nach einem Offensiv-Spektakel aus, vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war beiden Teams der gegenseitige Respekt zunächst deutlich anzumerken. Sowohl Werder als auch Gladbach versuchten erst einmal sicher zu stehen, die Gäste taten dabei aber etwas mehr für das Spiel. (Tabelle der Bundesliga)

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Doch es dauerte ein bisschen, bis die geballte Offensiv-Power mit Thorgan Hazard, Lars Stindl und Plea auf Touren kam. Raffael, für den Stindl bei seinem 250. Bundesliga-Spiel von Beginn an ran durfte, musste zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Die erste richtig gute Möglichkeit hatte dann etwas überraschend aber Harnik für die konternden Bremer, doch den flachen Abschluss des Österreichers nach einer schnellen Kombination parierte Yann Sommer stark (23.). Nur fünf Minuten später flog ein abgefälschter Schuss von Klaassen nur knapp über das Gladbacher Tor.

Doch dann drehte Plea mitten in der stärksten Phase der Gastgeber auf und zerlegte die Bremer fast im Alleingang. Werder gab sich aber nicht auf und drängte nach dem ersten Schock wütend nach vorne. Sahin nutzte seine Möglichkeit aus rund elf Metern konsequent aus. Gladbach blieb über Konter gefährlich, aber Max Kruse hätte in der 60. Minute per Kopfball den 2:3-Anschluss markieren müssen, dann hätte es noch einmal richtig knapp werden können. So half am Ende auch die Einwechselung von Claudio Pizarro nicht mehr.

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