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Matthias Sammer war von 2012 bis 2016 Sportvorstand des FC Bayern
Matthias Sammer war von 2012 bis 2016 Sportvorstand des FC Bayern © Getty Images
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München - Franck Ribery hat schon des Öfteren für negative Schlagzeilen gesorgt. Matthias Sammer erklärt nun die Gründe für seine Aussetzer auf dem Platz.

Dass Franck Ribery auf und neben dem Spielfeld hochemotional ist, ist kein Geheimnis. Schon mehrfach ließ er sich in der Vergangenheit provozieren, und während eines Spiels zu vermeintlichen Tätlichkeiten hinreißen. 

Zuletzt sorgte der Bayern-Star durch eine körperliche und verbale Auseinandersetzung mit einem französischen Journalisten für negative Schlagzeilen.

Nun meldete sich mit Matthias Sammer, sein ehemaliger Sportvorstand beim FC Bayern zu Wort. Der 51-Jährige verteidigt den Franzosen und versucht, eine Erklärung für Riberys Verhalten zu finden.

Sammer: Ribery nicht verurteilen

"Franck ist Mitte 30. Es neigt sich dem Ende zu und dann verlierst du auch noch in Dortmund. Er hat es persönlich nie richtig in den Griff bekommen, cooler zu reagieren, wenn man ihn provoziert", sagte Sammer bei Eurosport und ergänzte: "Er hat Ecken und Kanten, ist nicht perfekt. Er darf das nicht machen, aber wir sollten auch trotz alledem alles in Gänze nicht so verurteilen."

Sammer war von 2012 bis 2016 an der Säbener Straße aktiv und lernte in diesen vier Jahren Ribery als "hochemotionalen" Menschen kennen. "Es war für mich eine wunderbare Zeit, ihn diese vier Jahre näher kennenzulernen. Er war immer zu Scherzen und kleinen Streichen aufgelegt. Er hat das Kindliche in sich erhalten. Das ist etwas Wunderbares."

Ribery von der Vergangenheit geprägt

Ribery hatte es in seiner Kindheit nicht leicht. Während heutzutage Talente in den modernsten Nachwuchs-Akademien untergebracht sind, kämpfte sich der Franzose zwischenzeitlich nebenbei als Bauarbeiter durch, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

"Da ging es auch rau auf den Straßen zu", erklärte Sammer und merkte an: "Wir haben uns oft darüber unterhalten, was das bedeutet und mit ihm gemacht hat. Er ist sehr geprägt von dieser Zeit."

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