Deshalb wünscht sich Müller eine Rückkehr von Klinsmann
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Stuttgart steckt tief im Tabellenkeller fest. VfB-Legende Hansi Müller spricht bei SPORT1 über den Abstiegskampf, Jürgen Klinsmanns Pläne und Mario Gomez.

Der VfB Stuttgart bildet aktuell das Tabellenschlusslicht der Bundesliga - lediglich neun Punkte stehen nach zwölf Spieltagen zu Buche.

Für das Team von Markus Weinzierl bedeutet das: Abstiegskampf pur. Den Schwaben stehen harte Brocken in den kommenden Wochen bevor, aber es müssen dringend Punkte her, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht völlig zu verlieren.

Hoffnung auf Besserung könnte die Rückkehr einer VfB-Ikone machen.:Gerüchteweise wird Jürgen Klinsmann mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht. Der 54-Jährige ist seit seinem Rauswurf als amerikanischer Nationaltrainer im November 2016 ohne Posten im Fußball.

"Ich weiß, dass Jürgen Klinsmann zurückkommen wird nach Europa, nach Deutschland, vielleicht nach Stuttgart", verrät Hansi Müller SPORT1. Familiär sei Klinsmann nicht mehr an Kalifornien als Heimat gebunden. Außerdem seien seine Akkus wieder aufgeladen. "Ich glaube, dass er in Stuttgart einiges bewegen könnte."

Müller: "Da muss mehr kommen"

Müller könne sich den Ex-VfB-Profi nicht nur als Trainer vorstellen, auch eine Funktion als Sportdirektor käme ihm in den Sinn. 

Der heute 61 Jahre alte Müller absolvierte 224 Spiele für den VfB, war von 1999 bis 2001 Vorstandsmitglied und gehörte von 2011 bis 2015 dem Aufsichtsrat an. Die aktuelle Situation bei Stuttgart geht nicht spurlos an ihm vorüber.

"Die Punktzahl ist zu wenig und auch die geschossenen Tore. Da muss mehr kommen", so der ehemalige Nationalspieler.  "Die Fans leiden, weil der VfB eigentlich für Erfolg steht", erklärt er.

Am Samstag empfängt der VfB den FC Augsburg zum Schwabenduell (Bundesliga: VfB Stuttgart - FC Augsburg ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) - und Müller fordert einen Sieg, um nicht den Anschluss zu verlieren. "Die Punktzahl ist zu wenig und auch die geschossenen Tore. Da muss mehr kommen", so der ehemalige Nationalspieler.

Die Aussichten für die Schwaben sind nicht gut, doch aussichtslos ist die Lage nicht: "Sie haben Glück, dass andere genauso schwach sind", sagte der der frühere Mittelfeldspieler, der unter anderem auch bei Inter Mailand unter Vertrag stand. Der Rückstand auf Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 beträgt lediglich einen Zähler, auf den 1. FC Nürnberg sind es aktuell zwei Punkte. (SERVICE: Tabelle Bundesliga)

Wintertransfers? Müller ist skeptisch

An Fachkompetenz mangele es dem Klub nicht, meinte Müller. Aber die Frage sei: "Wenn ein Buchwald, Ohlicher und Hitzlsperger sich melden und einbringen - wieweit wird das von Präsident, Trainer und Manager intensiv angehört und vielleicht auch umgesetzt?" 

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Größere Probleme sehe die Stuttgart-Legende bei den Spielern. "Ich habe das Gefühl, dass sie sich nicht bewusst darüber sind, worum es hier geht. Die haben zu viel Wohlfühlfaktor. Das kann dazu führen, dass Gier, Biss und Feuer fehlen. Das ist zu brav", bemängelte Müller. Auch die fehlenden Tore von Stürmer Mario Gomez würden die Situation nicht erleichtern.

Der Grund für die Torflaute? "Er ist mehr als jeder andere von seinen Mitspielern abhängig. Weil da zu wenig kommt, macht er keine Tore", sagte Müller. Und weiter: "Seine Selbstzweifel geben ein klares Bild über die Qualität der Mannschaft."

Die Winterpause bringt die Möglichkeit, sich mit Neuzugängen zu verstärken. Müller glaubt nicht daran: "Wer will denn unbedingt zum Letzten?"

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