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München - Im Spiel gegen Mainz sorgte eine späte Elfmeterentscheidung für mächtig Ärger bei Horst Heldt. Nun hat der DFB ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gegen Manager Horst Heldt von Hannover 96 nach dessen heftiger Schiedsrichter-Schelte und seiner Kritik am Einsatz des Videobeweises ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wie der Verband am Montag mitteilte, sei Heldt im ersten Schritt schriftlich um eine Stellungnahme gebeten worden.

Gegen Trainer Andre Breitenreiter, der nach dem 1:1 beim FSV Mainz 05 ebenfalls deutliche Kritik geäußert hatte, wird derzeit nicht ermittelt.

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DFB räumt Fehler ein

Nachträglich bestätigte der DFB am Montag Heldts und Breitenreiters Bewertung der Szene vor dem Mainzer Ausgleich. Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent, bezeichnete auf der DFB-Homepage den Verzicht auf einen Eingriff durch den Video-Assistenten als Fehler: Der Strafstoß sei "regeltechnisch falsch" gewesen und außerdem sei es "unbedingt notwendig gewesen, dem Schiedsrichter die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Bild von diesem Zweikampf zu machen", sagte Drees und verwies auf problematische Kommunikation.

Heldt und Breitenreiter hatten nach dem Spiel am Sonntag ihrem Frust über den Einsatz des technischen Hilfsmittels Ausdruck verliehen. Vor allem der Elfmeterpfiff vor dem Ausgleichstreffer durch Daniel Brosinski (89.) war extrem umstritten.

"Das ist der Wahnsinn an Schwalbe. Warum fällt der, wegen Altersschwäche? Glasklare Fehlentscheidung. Das ist nicht mehr akzeptabel der ganze Scheiß", schimpfte Heldt bei Sky. "Das ist nicht mehr nachvollziehbar. Die auf dem Platz - der Schiri und die Spieler - sind die Ärmsten. Ich mache dem System einen Vorwurf."

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