vergrößernverkleinern
Gladbach - 1. FC Nürnberg LIVE: Bundesliga im TV, Stream, Ticker
Gladbach - 1. FC Nürnberg LIVE: Bundesliga im TV, Stream, Ticker © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Nürnberg - Der VfL Wolfsburg bezwingt den 1. FC Nürnberg und rückt damit an die Europapokal-Plätze heran. Die Nürnberger warten seit neun Spielen auf einen Sieg.

Neun Spiele ohne Sieg, nur drei eigene Treffer in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen. Der 1. FC Nürnberg befindet sich nach der 0:2-Niederlage zum Auftakt des 15. Spieltags gegen den VfL Wolfsburg weiter im freien Fall. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

Der auffällige Torjäger und Ex-Nürnberger Ginczek (58.) und Brekalo (90.+3) erzielten die Treffer gegen den harmlosen Club, der am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen könnte. "Das war die Kategorie Glücksspiel und Arbeitssieg", sagte Ginczek bei Eurosport. Der 27-Jährige war nun an sechs der letzten sieben VfL-Treffer beteiligt und sagte selbstbewusst: "Nach oben setzen wir uns keine Grenzen."

Die Mannschaft hat nun zehn Punkte aus den letzten vier Partien gesammelt. Vorübergehend ist es nur noch ein Zähler bis zu Tabellenplatz sechs. (Tabelle der Bundesliga)

Anzeige

Nürnberg seit neun Spielen sieglos

Ganz anders Nürnberg: Seit nunmehr neun Spielen wartet das Team von Trainer Michael Köllner auf den dritten Saisonsieg und war gegen die Wölfe zwar engagiert, aber nicht torgefährlich genug. "In der ersten Halbzeit waren wir dominant, bis zum Gegentreffer haben wir kaum etwas zugelassen", sagte Nürnbergs Interimskapitän Georg Margreitter: "Im letzten Drittel waren wir zu ideenlos und mit zu wenig Zug zum Tor."

Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1

Trainer Michael Köllner war nach dem Spiel darum bemüht, den erneuten Tiefschlag nicht zu hoch zu bewerten. "Wir haben richtig gut gespielt, aber im letzten Drittel die letzte Brutalität und Genauigkeit vermissen lassen. Das ist uns dann zum Verhängnis geworden. Wir sind immer noch im Rennen, es war uns vor der Saison klar, dass es hart wird. Natürlich tun solche Spiele weh, aber ich denke, dass wir heute vieles taktisch richtig gemacht haben und mit Herz aufgetreten sind", erklärte Köllner nach dem Spiel.

"Bis auf den Pfostenschuss kurz vor dem 0:1 hatte Wolfsburg kaum Chancen und wir waren tonangebend", lobte Köllner trotz der Niederlage seine Mannschaft. 

Härter mit dem Club ging Tim Leibold ins Gericht "Das war naiv", grantelte der Linksverteidiger nach der Niederlage. "So haben wir in der ersten Liga nichts verloren."

Die physisch klar überlegenen Wolfsburger agierten in der Anfangsphase besonnen und hatten die reifere Spielanlage. Ginczek (4., 11.) hätte dies früh belohnen können, scheiterte allerdings an Club-Torwart Fabian Bredlow. Nürnberg wurde nur gefährlich, wenn der flinke, aber manchmal übereifrige Virgil Misidjan in die Angriffe eingebunden war. In der fünften Minute setzte Adam Zrelak jedoch ein Zuspiel Misidjans über das Tor.

Köllner schaut nicht auf die Tabelle

Köllner hatte auf den zaghaften Auftritt vom vergangenen Samstag beim FC Bayern (0:3) mit vier Änderungen reagiert. Weiterhin kompensieren mussten die Franken auch den Ausfall des weiterhin verletzten Kapitäns Hanno Behrens (Bauchmuskelzerrung) und den von Stammtorwart Christian Mathenia (Knieverletzung).

Die Franken waren bemüht, etwas mehr Durchschlagskraft als zuletzt zu entwickeln, aber offensichtlich war auch, wie limitiert der Aufsteiger ist. Es wird, dafür war dieser Abend ein erneuter Beleg, ein sehr steiniger Weg zum angestrebten Klassenverbleib.

Die Franken können nach diesem Spieltag erstmals in dieser Saison auf den Relegationsplatz abrutschen. Sogar die Rote Laterne ist möglich, wenn Düsseldorf und Hannover ihre Spiele gewinnen. Doch Köllner will nicht auf die Tabelle schauen. "Am Ende sind 34 Spiele zu spielen", erklärte Köllner bei Eurosport. Die Mannschaft hat Riesenqualität an Charakter und Mentalität. Das wird uns nicht umbringen."

ANZEIGE: Jetzt das neue Trikot von Nürnberg oder Wolfsburg bestellen - hier geht's zum Shop

Wolfsburg dagegen denkt in anderen Kategorien und hatte sich jüngst in den Duellen mit RB Leipzig (1:0), Eintracht Frankfurt (2:1) und der TSG Hoffenheim (2:2) auch ansprechend präsentiert.

Nach dem vernünftigen Beginn bauten die Niedersachsen jedoch ab. Oft wurde nur quer oder nach hinten gespielt, es fehlten streckenweise Tempo und Zielstrebigkeit. Ondrej Petrak (40., 41.) hätte dies beinahe bestraft, aber einmal fehlte dem Nürnberger Entschlossenheit, dann etwas Schussglück.

Die 29.604 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion bekamen nach dem Wechsel ein bisschen mehr geboten. Erst hatte Misidjan (55.) eine verheißungsvolle Szene, danach traf Wölfe-Stürmer Wout Weghorst (57.) den Pfosten. Nur eine Minute später zielte Ginczek nach Zuspiel von Maximilian Arnold genauer. Der vermeintliche Ausgleich durch Adam Zrelak (86.) fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung

Nächste Artikel
previous article imagenext article image