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München - Nach starkem Saisonstart kommt Bayerns Motor kurzzeitig ins Stottern. Kritiker sehen einen Grund in der Rotation - und werden durch Karl-Heinz Rummenigge bestätigt.

Nach dem starken Bayern-Start schien diese Saison wie die in den vergangenen Jahren zu werden. Der FC Bayern München marschiert vorne weg und die anderen Teams spielen um den Titel "The-Best-of-the-Rest".

Aber dann kam der zwischenzeitliche Einbruch, und der Rekordmeister zeigte ungewohnte Schwächen. Unter anderem wurden Punkte gegen den FC Augsburg, den SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf abgegeben. Plötzlich fand sich der FCB auf einmal hinter Borussia Dortmund und somit in der ungewohnten Rolle des Verfolgers wider. (SERVICE: Die Bundesliga im SPORT1-Datencenter)

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Wenn die Bayern inzwischen auch wieder auf Schlagdistanz zum BVB sind - für viele Kritiker war seinerzeit vor allem die extreme Rotation von Trainer Niko Kovac für die Probleme verantwortlich.

Auch Karl-Heinz Rummenigge kann mit dieser Art der Belastungssteuerung wenig anfangen. "Ich bin kein Freund der Rotation", gab der FCB-Vorstandsvorsitzende im kicker zu und gab auch gleich die Antwort, warum er sie ablehnt.

Rummenigge: Fußball ist keine Mathematik

Bei der Rotation werden Rummenigge zufolge zu viele mathematische Eventualitäten berücksichtigt - der Leistungsgedanke dagegen bleibe außen vor. "Die Fußballbranche ist eine Hochleistungsgesellschaft. Es geht nach Leistung. Die Besten im Training und im Spiel sollten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im darauf folgenden Spiel wieder eingesetzt werden. So fördert man Leistung", so Rummenigge.

Rummenigge: Vielleicht eine Generationenfrage

Allerdings ist sich der 63-Jährige auch bewusst, dass sich der Fußball seit seiner Aktivenzeit stark verändert hat. "Meine Sichtweise mag vielleicht auch mit meiner Generation zusammenhängen, als die Kader noch kleiner waren. Damals waren es elf Topspieler, die praktisch immer spielten."

Trotzdem glaubt er, dass immer noch die Leistung ausschlaggebend für die Mannschaftsaufstellung sein sollte. Denn nur dadurch werde ein gesunder Konkurrenzdruck innerhalb des Kaders gefördert.

Kovac bestimmt: Aufstellung ist Trainersache

In Bezug auf diese Aussagen fällt auf, dass die sportliche Kehrtwende bei Bayern München mit dem Ende der Rotation zusammenfällt. Viele vermuteten, dass die Führungsriege um Rummenigge und Uli Hoeneß darauf gedrängt hat.

Dem widerspricht Rummenigge aber entschieden: "Wir haben zwar Gespräche geführt, die Niko Kovac auch sehr schätzt, aber selbstverständlich liegen Training, Taktik und Mannschaftsaufstellung immer exklusiv beim Trainer. Da gibt es keine Diskussion."

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