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Mönchengladbach - Karl-Heinz Rummenigge kann sich vorstellen, dass Oliver Kahn eine Art Auszubildender von ihm wird. Bayerns Boss erkennt im Ex-Torhüter großes Potenzial.

Mit welchem Tempo der FC Bayern München den Sieben-Punkte-Rückstand auf Noch-Spitzenreiter Borussia Dortmund aufgeholt hat, ist beachtlich. Es dauerte exakt 22 Tage.

Dank des fulminanten 5:1-Erfolgs beim Tabellendritten Borussia Mönchengladbach sind die Münchner nun gleichauf mit dem BVB.

Ziemlich schnell könnte sich nun auch die Einbindung von Oliver Kahn klären. Der frühere Welttorwart, der 14 Jahre das Tor des Rekordmeisters hütete, soll bei den Bayern einen Chefposten bekommen.

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Rummenigge traut Kahn Nachfolge-Rolle zu

Der Plan: Kahn wird Anfang 2020 als Vorstands-Mitglied eine Art Auszubildender von Karl-Heinz Rummenigge, der noch bis Anfang 2022 den Posten als Vorstands-Boss innehat. Kahn soll ihn dann beerben.

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"Wenn es so geplant ist, wie Uli (Präsident Hoeneß, d.Red.) das mit dem Probejahr letzte Woche bei SPORT1 kundgetan hat, dann ist das eine gute Geschichte. Ich traue ihm das zu!, sagte Rummenigge am Samstagabend in den Katakomben des Borussia-Parks.

Was Rummenigge vor allem imponiert: "Er war ein großer Spieler bei Bayern München, er hat Ahnung vom Fußball und er hat sich in seinem zweiten Bildungsweg mit Finanzen und der Wirtschaft seriös und gut auseinandergesetzt. Also warum soll er das nicht schaffen? Ich traue ihm das zu", erklärte Rummenigge.

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Rummenigge will Lehrzeit für Kahn

Kahn selbst betonte in der Passauer Neuen Presse, dass er sich die Bayern-Rückkehr "durchaus" vorstellen könne.

Im Aktuellen Sportstudio des ZDF kündigte Kahn weitere Gespräche an, um seine künftige Rolle bei den Bayern zu konkretisieren. "Ich habe 14 Jahre für den FC Bayern München gespielt und wahnsinnig viel erlebt mit diesem Verein. Ich habe dem Verein eine Menge zu verdanken. Das ist keine einfache Kopf-, sondern eine emotionale Entscheidung."

Mit Hoeneß und Aufsichtsratschef Herbert Hainer traf sich Kahn bereits. Es soll ein "sehr gutes" Gespräch gewesen sein, wie Rummenigge erzählte.

Explizit sagte der frühere Weltklasse-Stürmer aber auch, dass es ihm wichtig, dass der 49-Jährige eine Anlern-Zeit bekommt, ehe er ihn beerbt.

"Bevor ich den Staffelstab an ihn übergebe, muss er eine gewisse Zeit dagewesen sein. Denn man darf nicht vergessen, dass Bayern München mit über 700 Millionen Euro Umsatz kein kleiner Mittelständler mehr ist", sagte Rummenigge.

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Matthäus: Kahn kann Bayern führen

Viel Zuspruch für den Kahn-Plan der Bayern gibt es auch von Lothar Matthäus.

Der ehemalige Mitspieler Kahns sagte im Gespräch mit SPORT1: "Der Oliver war auf dem Platz ein Vulkan. Aber außerhalb des Platzes war er immer nachdenklich und hat alles für den Erfolg gemacht. So wird es auch weiterhin sein, wenn er eine neue Position bei Bayern München bekommen sollte, wonach es ja auch aussieht".

Der Rekordnationalspieler ist sich sicher, dass Kahn "auch aufgrund seiner Qualität als Mensch und wegen seiner Erfahrung mit dem FC Bayern als Fußballverrückter" diese Geschicke so weiterleiten könne, "wie es Uli und Kalle in den letzten 20, 30, 40 Jahren gemacht haben".

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