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Renato Sanches wechselte im Sommer 2016 von Benfica Lissabon zum FC Bayern
Renato Sanches wechselte im Sommer 2016 von Benfica Lissabon zum FC Bayern © Getty Images
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Renato Sanches kam 2016 als großer Hoffnungsträger zum FC Bayern. Doch sein Durchbruch lässt nach wie vor auf sich warten. Der Portugiese gibt Einblick in seine Gefühlswelt.

Renato Sanches kam als gefeierter Held. Mit der portugiesischen Nationalmannschaft hatte er gerade sensationell den Europameistertitel gewonnen.

Der Tempofußball des damals 19-Jährigen begeisterte die Zuschauer - und auch den FC Bayern. Doch als er in München angekommen war, folgte die große Ernüchterung.

Bis heute hat es Sanches nicht geschafft, sich einen Stammplatz im Team des deutschen Rekordmeisters zu erkämpfen. Hinter dem Mittelfeldspieler liegt eine harte Zeit.

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Sanches kommt in der Bundesliga nicht zurecht

In einer Kolumne bei The Players' Tribune hat Sanches nun beschrieben, wie es ihm nach seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2016 ergangen ist.

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"Ich habe gedacht, dass mich das Turnier (die EURO 2016, Anm. d. Red.) auf all den Druck in der Bundesliga vorbereitet hat. Ich habe gedacht, dass ich bereit gewesen wäre. Aber ich habe schnell herausgefunden, dass ich es nicht war", erklärt der heute 21-Jährige. Er habe große Anpassungsprobleme gehabt, seinen Spielstil in Deutschland umzusetzen. Einfach nur mit dem Ball am Fuß zu laufen, so wie es in Portugal stets zum Erfolg geführt habe, sei in der Bundesliga nicht möglich gewesen, berichtet Sanches.

In seiner ersten Saison bei den Münchnern kam Sanches unter den Trainern Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes nur sporadisch zum Einsatz. "Ich habe gehört, das die Leute über mich gesagt haben: 'Flop.' 'Verlierer.' 'Scheiße.' 'Verkauft ihn, solange wir können'", klagt der Portugiese in seinem Beitrag.

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Leihe nach Swansea kein Fortschritt

Um Spielpraxis zu sammeln, wechselte Sanches im Sommer 2017 auf Leihbasis zum FC Swansea. Doch auch dort hatte er mit Problemen zu kämpfen. "Als ich mich gerade an das neue Team angepasst hatte, habe ich diese komischen Verletzungen erlitten - alle am selben Bein. (...) Ich war plötzlich monatelang raus, saß allein in meiner Wohnung in Swansea und habe den ganzen Tag dem Regen zugeschaut", berichtet Sanches.

2018 kehrte der introvertierte Rastamann zurück an die Säbener Straße. Trainer Niko Kovac wollte ihm eine neue Chance geben. "Die Saison hat für uns besser begonnen - und für mich", schreibt Sanches.

Nach wie vor ist er jedoch über den Status des Ergänzungsspielers nicht hinaus gekommen. Nichtsdestotrotz ist Sanches guten Mutes, bald den Durchbruch zu schaffen.

"Ich weiß, dass mich manche Leute schon abgeschrieben haben", ergänzt er. Doch von seinem Vater wurde er laut eigener Aussage zum Kämpfer erzogen: "Meine Reise war nicht einfach. Aber sie ist noch nicht zu Ende, noch lange nicht."

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