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Im CHECK24 Doppelpass analysierten Christian Ziege (l.) und Peter Stöger (3.v.r.) die Gründe für Englands Dominanz
Im CHECK24 Doppelpass analysierten Christian Ziege (l.) und Peter Stöger (3.v.r.) die Gründe für Englands Dominanz © SPORT1
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Englische Teams dominieren Europa, die Bundesliga hinkt hinterher. Der CHECK24 Doppelpass diskutiert über die Gründe für Englands Vormachtstellung.

Die Dominanz der englischen Teams in Europa ist laut Peter Stöger das Resultat der Entwicklungen der vergangenen Jahre.

Die massiv gestiegenen Einnahmen durch die TV-Verträge seien dabei nur ein Faktor des Erfolges des Premier League. "Du kannst nicht alles auf die Kohle herunterbrechen, weil mit viel Kohle kannst du auch viel Schwachsinn machen", sagte Stöger im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. "Wenn du das über Jahre oder Jahrzehnte hast, sind diese Mannschaften einfach vorne, weil sie nicht permanent Fehler machen."

Christian Ziege, der für den FC Middlesbrough, den FC Liverpool und Tottenham Hotspur in der Premier League spielte, führt den momentanen Erfolg auch auf die Arbeit im Nachwuchs zurück. "Die U-Mannschaften waren sehr erfolgreich und bringen immer noch viele Spieler hervor. Sie werden verliehen, dass sie Spielpraxis haben. Die Ausbildung haben sie sehr stark verbessert", sagte Ziege.

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England profitiert von internationalen Toptrainern

Hinzu kommt, dass im englischen Oberhaus so viele ausländische Toptrainer wie in kaum einem anderen Land arbeiten. Nur fünf Erstligisten werden aktuell von einem Engländer gecoacht. "Sie haben sich die besten Trainer der Welt gekauft. Früher war jeder, der von außen kam, mit seinen Ideen verdächtig", sagte SPORT1-Experte Marcel Reif.

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Stöger ergänzte: "Die guten Trainer, die auch in Deutschland gearbeitet haben, gehen nach England, können ihre Mannschaften zusammenstellen und über Jahre relativ in Ruhe arbeiten. Das wird dann auch belohnt."

Bruchhagen glaubt an deutsche Trainer

Um international den Anschluss nicht zu verlieren, dient dieser Ansatz, ausländische Trainer zu holen, der Bundesliga laut Heribert Bruchhagen aber nicht unbedingt als Vorbild.

"Wir dürfen uns mit unseren Trainern nicht kleiner machen als wir sind. Die jungen Trainer, die eine Chancen bekommen, müssen sich auch erstmal beweisen", sagte der frühere Boss von Eintracht Frankfurt. "Es gibt auch namhafte Trainer, die von außen gekommen sind und keinen großen Erfolg hatten. Das hat das Beispiel Carlo Ancelotti gezeigt."

Bruchhagen hat Vertrauen in die deutsche Trainerlandschaft und bezeichnete die aktuelle Situation als Übergangsphase: "Die Frage ist, wie wir von außen Spielerqualität in die Bundesliga holen können, um wettbewerbsfähig zu sein. Das mache ich nicht so sehr vom Trainerbild abhängig."

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