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München - Vor dem vielleicht entscheidenden Spiel um den Meistertitel warnt Ex-Leipziger Joshua Kimmich seine Bayern - vor RB und einem Spieler ganz besonders.

Vermiest RB Leipzig dem FC Bayern die vorzeitige Meisterschaft?

Mit vier Punkten Vorsprung reisen die Münchner kommenden Samstag zum Tabellendritten. Dank des 2:2 von Borussia Dortmund bei Werder Bremen kann der Rekordmeister mit einem Sieg den siebten Meistertitel in Folge klarmachen.

Aber Achtung, die Bayern sind vor Leipzig gewarnt!

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"Außer am Freitag (3:3 in Mainz, d. Red.) haben sie wenig Gegentore bekommen und eine extreme Geschwindigkeit in ihrer Mannschaft. Sie spielen viel mit langen Bällen und gehen dann auf den zweiten Ball, suchen vor allem mit Timo Werner und Yussuf Poulsen immer wieder die Tiefe", sagt Joshua Kimmich.

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Der Rechtsverteidiger weiß: Schnelles Umschaltspiel, Leipzigs große Stärke, ist Bayerns größte Schwäche!

Ebenso missfiel dem Defensiv-Allrounder, wie seine Mannschaft gegen Hannover zu Werke ging – vor allem in der zweiten Halbzeit. "Da haben wir nicht druckvoll genug gespielt, zu passiv. Man muss aber schon erwarten, dass eine Mannschaft wie wir, die Meister werden will, druckvoller spielt."

So wie Leipzig in den vergangenen Wochen agierte und insbesondere Emil Forsberg. Der Ex-Leipziger Kimmich warnt vor dem RB-Star ganz besonders. "Sie haben für mich mit Forsberg einen alles überragenden Spieler, der gerade wieder kommt und Ideen hat. Er ist der Kopf der Mannschaft, der die Bälle immer wieder durchsteckt, gute Bewegungen und auch aus der Distanz einen guten Schuss hat", so der 24-Jährige.

So wird Leipzig dem FC Bayern gefährlich

Interessant ist die Kimmich-Warnung vor allem, weil der Schwede über seine Seite stürmen dürfte. Aber auch Forsberg wird auf Kimmich achten müssen, denn der Nationalspieler will seinen vierten Meistertitel unbedingt und ist in guter Form.

Beim 3:1 gegen Hannover 96 lieferte er beim 1:0 durch Robert Lewandowski laut deltatre bereits seinen 16. Assist in der laufenden Bundesliga-Saison. Nur Jadon Sancho vom BVB bereitete mehr Tore vor (19). Lewandowskis Kopfballtor war bereits der 16. FCB-Treffer nach einer Flanke und das 17. Tor per Kopf –  beides ist Ligaspitze.

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Was sind die Stärken von RB? Kimmich hat seinen Ex-Verein, bei dem er von 2013 bis 2015 spielte, genauestens unter die Lupe genommen.

Seine Analyse: "Leipzig wird dann gefährlich, wenn man in der Mitte leichtfertig die Bälle verliert. Dann haben sie die Qualität, die Bälle tief zu spielen, weil dann der Raum relativ groß ist. Gibt man ihnen wenig Raum hinter der eigenen Kette, tun sie sich auch schwer. Da werden wir die richtigen Mittel finden. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht so viele Fehler machen, weil sie im Kontern ihre größte Stärke haben."

Effenberg sicher: "Bayern wird Meister"

SPORT1-Experte Stefan Effenberg ist hingegen sicher, dass die Bayern auf dem Weg zum Titel nichts mehr anbrennen lassen – selbst wenn gegen RB gestrauchelt werden sollte und der BVB Samstag zu Hause gegen Düsseldorf gewinnt.

"Gegen Dortmund spricht die Kontinuität und auch ein bisschen das Spielglück, das sie nicht hatten – vor allem in der Rückrunde. Sie hatten mit den Bayern auch einen Gegner, der immer stärker wurde. Das Ergebnis ist, dass der FC Bayern jetzt Deutscher Meister wird", sagte der Ex-Profi im CHECK24 Doppelpass.

Effenberg weiß auch: Dortmund wurde zwar mit 42 Punkten Herbstmeister, holte aber nur 28 Punkte in 15 Rückrundenspielen und verspielte in Bremen zum fünften Mal in dieser Saison eine Führung. Viermal passierte das in der Rückrunde. Die Bayern hingegen spielen die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte.

Und dennoch: Wie Kimmich will auch Thomas Müller vermeiden, dass sich seine Mannschaft des Meistertitels schon zu sicher ist. Der Ur-Bayer meint: "Leipzig wird knifflig. Aber man will solche Spiele ja auch haben, in denen man sich beweisen kann. Ich erinnere mich an das Heimspiel gegen Dortmund (5:0; Anm. d. Red.). Wenn der Druck am größten ist, müssen wir da sein. Auch in Leipzig."

Auch zwei Wochen später. Dann treffen sich die Bayern und Leipzig zum DFB-Pokalfinale in Berlin wieder.

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