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München - Ein Drittel der Bundesliga-Trainer hat eine RB-Vergangenheit. Ralf Rangnick spricht im CHECK24 Doppelpass von einem Qualitätsmerkmal. Doch was zeichnet die RB-Trainerschmiede aus?

Sechs von 18! Wenn man so will, wird RB in der kommenden Saison - Stand jetzt - ein Drittel der Bundesliga-Trainer geprägt haben. 

"Offensichtlich ist es ein Qualitätsmerkmal für andere Vereine, wenn man bei uns zwei Jahre gearbeitet hat", sagte Ralf Rangnick am Sonntag im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1, "sonst würden sich die anderen Klubs nicht so sehr um diese Trainer bemühen."

Rangnick selbst macht bei RB Leipzig nach dem Pokalfinale am Samstag gegen den FC Bayern (DFB-Pokal-Finale: RB Leipzig - FC Bayern, Sa. ab 20 Uhr im LIVETICKER) - wie schon vor einem Jahr geplant - Platz für Julian Nagelsmann und übernimmt wieder den Posten des Sportdirektors.

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Rangnick: "Jede Menge Trainer entwickelt"

Borussia Mönchengladbach setzt fortan auf Marco Rose, der von RB Salzburg kommt und unter anderem Co-Trainer Alexander Zickler mitbringt. Der VfL Wolfsburg vertraut Oliver Glasner, der ebenso eine RB-Vergangenheit hat (von 2012 bis 2014 als Co-Trainer in Salzburg) wie Kölns neuer Trainer Achim Beierlorzer (von 2014 bis 2017 in Leipzig). Gleiches gilt für Eintracht Frankfurts Coach Adi Hütter (2014 bis 2015 in Salzburg) - und nicht zuletzt für Niko Kovac, der von 2009 bis 2012 erste Erfahrungen als Trainer in Salzburg sammelte. 

"Wir haben nicht nur Spieler entwickelt in den letzten Jahren, sondern auch jede Menge Trainer", stellte Rangnick im CHECK24 Doppelpass zurecht fest.

In der Obhut eines professionellen Umfelds 

Was aber zeichnet RB, ob in Leipzig oder Salzburg, als Trainerschmiede aus?

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Zunächst einmal eine klar umrissene Struktur. In bestimmten Bereichen, betont Rangnick gerne, sei Erfolg planbar. Das gelte für die Entwicklung von Spielern, Trainern und das Schaffen einer erfolgsversprechenden Struktur. Und das eine bedingt das andere.

Es ist auffällig, dass im großen RB-Imperium junge Trainer in der Obhut eines absolut professionellen Umfelds wachsen und gedeihen können.

Einheitliche Spielphilosophie 

Hinzu kommt ein einheitliches System, eine Philosophie Fußball spielen zu lassen. Das Pressing gegen den Ball und - bei Balleroberung - das unverzügliche, vertikale Spiel in die Spitze.

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Hütter und Frankfurts Büffelherde haben mit dieser Art des Fußballs die Europa League bis zum Halbfinale aufgemischt. Kovac ist mit dieser Taktik im Vorjahr Pokalsieger mit der Eintracht geworden und kann nun allen Kritikern zum Trotz das Double mit den Bayern schaffen. Auch Rose und Rangnick selbst sind Befürworter dieser Spielphilosophie.

Jürgen Klopp dient als Vorbild 

Wie sehr Rose, Glasner, Beierlorzer und letztlich auch Nagelsmann in Leipzig die Bundesliga tatsächlich prägen können, bleibt abzuwarten.

Es ist jedoch kein Zufall, dass Rangnick im CHECK24 Doppelpass zu einer Lobeshymne auf Jürgen Klopp anhob. Für ihn sei Klopp der derzeit "beste Trainer der Welt". Klopp dient als Vorbild der RB-Schule. Er hat das Pressing und Umschaltspiel zur Kunstform erhoben. In diesem Fall auch ohne RB-Vergangenheit.

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