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"Wird ein Trainer ständig angezweifelt, schadet das seiner Autorität": Joachim Löw richtet vor dem EM-Quali-Spielen Kritik an bestimmte Bundesliga-Klubs.

Dieter Hecking und Bayern-Coach Niko Kovac haben in den vergangenen Wochen den Anfang gemacht und die Bundesliga-Klubs wegen des Umgangs mit ihren Trainer scharf kritisiert. 

Nun ist Bundestrainer Joachim Löw seinen beiden Trainer-Kollegen zur Seite gesprungen. "Manche Vereine müssen sich fragen: Für was stehen wir? Was für einen Trainer wollen wir eigentlich? Und was ist unsere Philosophie?", sagte Löw dem Magazin Kicker.

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"Daran krankt es, deshalb gibt es diese vielen Wechsel", bemerkte der 59-Jährige, der wegen Durchblutungsstörungen in eine Klinik eingewiesen wurde und die Nationalmannschaft in den anstehenden EM-Qualifikationsspielen in Weißrussland und gegen Estland nicht betreuen kann.

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Löw vermisst Kompetenz und Philosophie

Bei den Vereinen sollten sportliche Kompetenz und eine Philosophie im Vordergrund stehen, nach vier sieglosen Spielen aber werde oftmals alles über den Haufen geworden. "Das ist respektlos gegenüber den Trainern. Wird ein Trainer ständig angezweifelt, schadet das seiner Autorität", erklärte Löw.

Gerade von dieser Kritik muss sich auch der FC Bayern angesprochen fühlen, wenngleich Löw ihn nicht beim Namen nennt.

Hecking: Geduld der Klubs immer geringer 

Borussia Mönchengladbachs bisheriger Chefcoach Dieter Hecking hatte nach dem Ende der Saison seine Kritik am Umgang mit den Trainern in der Bundesliga unterstrichen.

Die Geduld der Klubs mit den Coaches ist aus Sicht des Ex-Profis immer geringer geworden: "Früher hat man ein Loch in der Socke gestopft, heute schmeißt man die Socke weg und kauft ein neues Paar. Viele sind nicht mehr bereit, gemeinsam durch eine Krise zu gehen und gestärkt daraus hervorzugehen."

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