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RB Leipzig: Sportdirektor Markus Krösche will um Titel mitspielen , Manager Markus Krösche wechselte von Paderborn nach Leipzig
RB Leipzig: Sportdirektor Markus Krösche will um Titel mitspielen , Manager Markus Krösche wechselte von Paderborn nach Leipzig © Getty Images
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Paderborn - Der Abgang von Geschäftsführer Markus Krösche und die Zusammenarbeit mit RB Leipzig lösen in der Fanszene des SC Paderborn einen Sturm der Entrüstung aus.

Es dauerte nicht einmal 24 Stunden, da hatte sich beim SC Paderborn schon Widerstand in den eigenen Reihen formiert. Boykottandrohung statt Aufstiegseuphorie:

Nur zweieinhalb Wochen nach dem Durchmarsch in die Bundesliga stehen die Ostwestfalen wegen einer angekündigten Kooperation mit dem ungeliebten Ligakonkurrenten RB Leipzig vor einer Zerreißprobe.

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"Sollte die Zusammenarbeit mit RB Leipzig umgesetzt werden, wird die aktive Fan-Szene den Spielen des SC Paderborn 07 bis auf Weiteres fernbleiben. Unsere Vereinsliebe und die jahrzehntelange Unterstützung stirbt mit dem Tag einer RB Leipzig Kooperation", hieß es in einer am Mittwoch von Teilen der Fanszene veröffentlichten Erklärung, die von sechs Organisationen unterstützt wird.

Krösche-Wechsel sorgt für Wirbel

Am Dienstag war der Wechsel von Sport-Geschäftsführers Markus Krösche zu RB Leipzig bekannt geworden. Für die Ostwestfalen gab es eine Ablösesumme - und eine Vereinbarung mit den Sachsen. Mit dem Ziel, "sich zu unterstützen und das jeweils vorhandene sportliche Potenzial bestmöglich auszunutzen".

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Im Gespräch sind dabei die Zusammenarbeit im Scouting- oder Marketingbereich. Auch über mögliche Leihgeschäfte wurde bereits spekuliert. "Es geht bei der Kooperation rein um sportliche Angelegenheiten und nicht um wirtschaftliche Vereinbarungen", sagte der Paderborner Präsident Elmar Volkmann. Am 24. und 25. Juni werde es auch ein Treffen mit Fanvertretern geben, auf dem über dieses Thema gesprochen werde.

Im Gespräch mit der Bild-Zeitung stellte Volkmann zudem klar: "Wir verkaufen nicht unsere Seele!" Paderborn werde auch nicht zu einer Ausbildungs-Filiale für die Leipziger, "solange ich und meine Kollegen hier im Klub das Sagen haben, schließe ich solche Gedanken kategorisch aus. Einen RB Paderborn wird es unter meiner Regie nicht geben."

Fan-Szene auf den Barrikaden

Im Austausch mit den Fans wird es dennoch viel zu bereden geben. Denn die Kritik ging weit. "Etwaige sportliche Vorteile werden durch den Verlust der Seele und Identität unseres bodenständigen Fußballvereins teuer erkauft.

Wirtschaftliche Vorteile werden aufgrund eines deutschlandweiten Imageverlustes und einer einseitigen Abhängigkeit nicht nachhaltig zu realisieren sein", hieß es in der Fan-Erklärung: "Unser SCP stand immer für ein demokratisches und von den Mitgliedern geprägtes Vereinsleben. Mit einem Konstrukt, in dem diese Werte mit Füßen getreten werden, kann keine Partnerschaft eingegangen werden."

Zudem wurde auch die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins bei diesem Thema und die fehlende Einbindung der Fans und Mitglieder bemängelt. Außerdem gefährde die Kooperation "aus unserer Sicht den fairen Wettbewerb erheblich".

Kooperation mit Leipzig schwierig

Die DFL äußerte sich auf Anfrage zu dem Thema nicht.

Gegenseitige Einblicke in das Scouting oder bei der Trainerausbildung oder -methoden sind auch nicht verboten. Problematischer könnte es bei einem anderen Thema werden. Nicht nur die Konkurrenz wird es äußerst kritisch beäugen, wenn in einem direkten Spiel für einen der beiden Kooperations-Partner etwas auf dem Spiel steht.

Der Bundesligastart oder sogar die gesamte Saison ohne die Unterstützung der treuesten Fans ist für den ohnehin wohl größten Außenseiter der kommenden Spielzeit aber eine alles andere als wünschenswerte Konstellation.
Denn nur mit Zusammenhalt innerhalb des Vereins dürfte der Klassenerhalt möglich sein. Ein Zerwürfnis zwischen Fans und Verein hatte schon Hannover 96 in der abgelaufenen Saison viel Kraft gekostet. Am Ende stand der Abstieg.

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