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Benjamin Pavard wirkt auf der USA-Reise des FC Bayern noch schüchtern. Seine ersten Einsätze zeigen, dass die Position des Franzosen noch völlig offen ist.

Zu welcher Gruppe sich Benjamin Pavard dieser Tage auf der USA-Reise hauptsächlich gesellt, ist keine Überraschung.

Die Franzosen Kingsley Coman und Corentin Tolisso sind oft in der Nähe des französischen Neuzugangs vom VfB Stuttgart zu finden, aber auch Renato Sanches, Thiago und Javi Martínez. Alle sechs Spieler wiederum suchen oft den Kontakt zu Johannes Mösmang, der im Verein unter anderem für die Integration der Neuzugänge verantwortlich ist und nebenbei fließend Französisch und Spanisch spricht.

Noch unklar hingegen ist, wer zukünftig Pavards Nebenmänner auf dem Platz sein werden.

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Welche Position für Pavard?

Gegen den FC Arsenal (1:2) brachte Trainer Niko Kovac den 35-Millionen-Neuzugang in der zweiten Hälfte in der Innenverteidigung. Gegen die B-Elf von Real Madrid (3:1) gab der 23-Jährige nach der Halbzeit den Rechtsverteidiger. Ins defensive Mittelfeld, wo er auch spielen kann, stellte ihn Kovac bislang nicht.

"Ich habe keine Position, die mir lieber ist", sagt Pavard im Gespräch mit SPORT1. "Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft und spiele da, wo der Trainer es möchte. Wenn ich spiele, dann bin ich glücklich."

Kovac äußerte sich am Sonntagabend: "Man sieht, dass er nicht zu unrecht Weltmeister geworden ist. Auf seiner Position wird es nicht leicht, zu entscheiden, wann wer wo spielt."

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Der Weltmeister von 2018 gibt sich bewusst bescheiden, wirkt im Star-Aufgebot der Münchner ohnehin noch ein bisschen schüchtern. Auch ein Grund dafür könnte die Kommunikation sein. Der Franzose spricht ausschließlich in seiner Muttersprache, gibt auch keine Interviews auf Englisch. Auf Deutsch schon gar nicht. Zum Vergleich: Konkurrent Lucas Hernández, auch Franzose, ist eifriger dabei, die deutsche Sprache zu erlernen.

Noch hindert es Kovac jedoch nicht daran, Pavard mehr oder weniger einzusetzen.

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Mit Fehlern gegen Arsenal

Gegen die Londoner, an der Seite von Niklas Süle, zeigte er ein schwaches Spiel. Gegen die Madrilenen hingegen wirkten seine Aktionen entschlossener. Pavard schaltete sich auch in der Offensive mit ein, rettete in beiden Spielen jeweils einmal in letzter Instanz.

Über seine ersten Eindrücke bei seinem neuen Verein sagt Pavard: "Es ist ein sehr großer Verein, der es gewohnt ist, viele Titel zu gewinnen. Wir wissen, dass schon von einer kleinen Krise die Rede sein wird, wenn wir im Lauf der Saison mal ein oder zwei Spiele verlieren. Aber ich mache mir keine Sorgen, wir haben eine tolle Mannschaft und eine gute Stimmung."

Pavard selbst will seinen Teil zum Erfolg beisteuern – bestenfalls als Stammspieler. Allerdings weiß auch er um die Stärken seiner Konkurrenz. Joshua Kimmich wird rechts gesetzt sein. Es sei denn, Kovac sieht Kimmich perspektivisch auf dessen Wunschposition im defensiven Mittelfeld.

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Im Zentrum gilt Süle als Nummer eins. Hernández scheint auch in der Innenverteidigung gesetzt zu sein, sobald er nach seiner Knie-OP wieder einsatzfähig ist.

Salihamidzic begeistert von Pavard

Klar ist aber auch, dass die Münchner Pavard nicht nur als Perspektiv-Spieler sehen, der die Breite verstärkt. Er soll direkt den Anspruch haben, in der ersten Elf zu spielen. "Er bringt Spielintelligenz, Vororientierung, ein sehr geschicktes Defensiv-Verhalten und eine sehr gute Technik mit", schwärmte Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei dessen Vorstellung.

Auf eben jener machte Pavard auch klar, dass er "keinen Druck" verspüre in München. Seine Ziele beim "besten Verein in Deutschland" seien aber sehr hoch.

Nach seinen ersten Tagen im Kreise des FC Bayern steht für ihn jedoch fest, entschlossen in die Saison gehen zu können. "Ich bin sehr zuversichtlich. Die Stimmung ist gut und man sieht, dass auf dem Platz alle Spaß daran haben, gemeinsam für den Sieg zu arbeiten."

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