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Als bekennender Schalke-Fan macht sich Peter Neururer seit jeher viele Gedanken über seinen Ex-Klub. In die neue Saison startet er mit großer Zuversicht.

Peter Neururer ist Schalker durch und durch.

Auch wenn der 64-Jährige seit März Sportlicher Leiter bei Regionalligist SG Wattenscheid 09 ist, schlägt Neururers Herz seit jeher für seinen Ex-Klub, für den er vor 30 Jahren als Trainer tätig war.

Dementsprechend glücklich ist er, dass sich die Königsblauen bereit erklärt haben, am Sonntag zum "Retterspiel" bei Wattenscheid anzutreten (SG Wattenscheid 09 - FC Schalke 04, am Sonntag ab 16.45 Uhr LIVE auf SPORT1).

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Die kompletten Einnahmen der Partie im Lohrheidestadion kommen dem Traditionsklub aus der Regionalliga West zugute. Während Neururer die finanzielle Notlage bei Wattenscheid zu denken gibt, macht er sich auch Gedanken über die sportliche Situation seiner Schalker.

Angesichts des schwachen sportlichen Abschneidens in der vergangenen Saison, als die Knappen lange gegen den Abstieg kämpften, blutete Neururers Herz. Doch jetzt ist er zuversichtlich, dass es wieder aufwärts geht.

Schneider soll es richten

"Jochen Schneider ist für mich als Schalke-Mitglied eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft", sagte der SPORT1-Experte über den seit März amtierenden Sportvorstand der Königsblauen. "Ich kenne ihn vom Namen und habe Gutes von ihm gehört. Ich hoffe, dass er das, was alle Leute von ihm erwarten, auch umsetzen kann."

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Doch Neururer setzt seine Hoffnungen nicht nur in Schneider, sondern auch in den neuen Kaderplaner Michael Reschke. "Michael Reschke kenne ich schon über 30 Jahre. Ich habe mit ihm zusammen studiert. Er hat gezeigt, dass er ein großes Knowhow und Netzwerk hat", erläuterte der 64-Jährige. "Das einzusetzen, in Verbindung mit den neuen Mitarbeitern, ist wahnsinnig wichtig und der Grund dafür, dass man Hoffnung haben kann, dass es viel besser wird."

Grundsätzlich äußert sich Neururer positiv über die Änderungen auf Schalke nach der Ära von Sportvorstand Christian Heidel.

Neururer: "Das Sportliche muss jetzt kommen"

"Der Eindruck ist der, dass man versucht, einen Umbruch in der Führung herzustellen. Keine Frage, dass dies notwendig war. Ich will damit aber keine Kritik an den handelnden Personen aussprechen, die vorher auf Schalke tätig waren", führte der Ex-Coach aus.

Man habe "eingesehen, dass es einen anderen Weg geben muss, um wieder erfolgreich zu sein. Man ist finanziell vernünftig aufgestellt, die Arena ist bezahlt – von daher ist alles in vernünftigen Bahnen. Aber das Sportliche muss jetzt kommen."

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Wagner und Co. gefordert

Dafür sind der neue Trainer David Wagner und vor allem auch die zuletzt so enttäuschende wie verunsicherte Mannschaft verantwortlich. "Es ist schwierig, weil man nicht weiß, mit welchem Personal man arbeiten kann. Denn die Mannschaft wird sich erst später herauskristallisieren", fügte Neururer hinzu.

Schalke habe "im Gegensatz zu uns noch viel Zeit in der Vorbereitung, die ersten elf und möglicherweise noch Neuzugänge zu finden. Die sportliche Führungscrew kann natürlich erst dann richtig loslegen, wenn die Mannschaft komplett beisammen ist."

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