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München - Nach schwachem Start bei Coutinhos Startelf-Debüt liegt der FC Bayern München gegen Mainz 30 Minuten in Rückstand. Am Ende aber gelingt ein Schützenfest.

Der "kleine Magier" zeigte dem verwöhnten Münchner Publikum erste Kostproben seiner Zauberkunst, doch bei seiner Heimpremiere stahlen Philippe Coutinho zwei andere Neuzugänge die Show.

Auch dank der Treffer von Benjamin Pavard und Ivan Perisic hat der FC Bayern München den Tabellenletzten FSV Mainz 05 nach Startproblemen letztlich souverän 6:1 (2:1) bezwungen und den ersten Saisonsieg in der Allianz Arena gefeiert (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Boetius schockt FC Bayern früh

Jean-Paul Boetius (6.) brachte mutige und defensiv lange geschickte Gäste überraschend in Führung.

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Dann aber wendeten Pavard auf Perisic-Vorlage (36.) und David Alaba (45.) per Traumfreistoß das Blatt. Perisic sorgte per Kopf für die Vorentscheidung (54.). Mainz mit dem in der 56. Minute eingewechselten Rückkehrer Adam Szalai blieb aber gefährlich. Erst Kingsley Coman (64.) brach den Widerstand endgültig. Robert Lewandowski mit seinem sechsten Saisontor (78.) und Davies (80.) stellten den Endstand her (SERVICE: Tabelle der Bundesliga).

Coutinho in Startelf, aber ohne Torbeteiligung

Coutinho durfte wie Perisic nach den Joker-Einsätzen auf Schalke (3:0) erstmals von Beginn an ran und zeigte bis zu seiner Auswechslung vielversprechende Ansätze, war aber an keinem Tor beteiligt. Trotz einiger starker Einzelaktionen (früher Traumpass auf Lewandowski in der 4. Minute) fehlte Coutinho aufgrund der knappen Eingewöhnungszeit in mancher Szene noch das Verständnis für die neuen Mitspieler. 

"Er hatte gute Momente, gerade mit dem Ball", sagte Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Wir wissen, dass er noch nicht in Vollbesitz seiner Kräfte ist - deshalb war es geplant, dass er 60 bis 70 Minuten bekommt. Mit seiner Leistung bin ich zufrieden.“

Der Brasilianer nahm den Platz von Thomas Müller in der Anfangsformation ein, mit ihm im Mittelfeld spielten Thiago und der doch wieder als Sechser statt als Rechtsverteidiger eingesetzte Joshua Kimmich. Müller kam für Coutinho, Perisic wurde von Alphonso Davies abgelöst (beide 67.).

"Wir wollen in der Abwehr nichts auseinander reißen, haben ein sehr gutes Mittelfeld, drei tolle Fußballer, die das Spieltempo hoffentlich heute bestimmen können", begründete Bayerns Coach bei Sky seine Aufstellung.

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Kovac moniert "lethargischen" Beginn

Die Bayern brauchten eine halbe Stunde, bis sie sich von dem Schock des frühen Gegentors erholt hatten und zu ihrem Spiel fanden. Zuvor griffen die Abläufe nicht recht ineinander, trotz des spektakulär besetzten Dreier-Zentrums. Mainz deckte im Mittelfeld eng am Mann und bereitete den Bayern um den mitunter temposchwachen Kimmich dort mit variablem Positionsspiel Probleme.

"Wir sind die ersten 20 Minuten nicht richtig ins Spiel gekommen, waren nicht aggressiv, es waren einige Fehler drin", gestand Alaba nach der Partie bei Sky. Kovac monierte in der Pressekonferenz, dass sein Team zu Beginn "zu lethargisch" gewesen sei: "Dann haben wir den Ball schneller laufen lassen und gefährliche Situationen kreiert. Das 2:1 vor der Pause war sehr wichtig - unter dem Strich sind wir zufrieden und glücklich."

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Mainz 05 zerfällt am Ende

Dass gleich der erste Angriff der Gäste die Führung brachte, lag daran, dass zwei Münchner patzten: Alaba ließ Ronael Pierre-Gabriel unbedrängt flanken und Pavard war nicht eng genug bei Boetius, der per Kopf vollstreckte. Pavard machte den Fehler mit dem Ausgleichstreffer per sehenswertem Seitfall-Aufsetzer wieder gut, ein Stellungsfehler des Mainzers Aaron Martin ging voraus.

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Nach Alabas Führungstor war das Münchner Selbstvertrauen zurück, Perisic erhöhte nach Pavards Flanke. Der Mainzer Torwart Florian Müller sah dabei nicht gut aus. Nach Comans 4:1 zerfiel Mainz immer mehr in seine Einzelteile (SERVICE: Spielplan der Bundesliga).

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