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Sandro Schwarz und Marco Rose sind wie Brüder, doch heute muss ihre Freundschaft für 90 Minuten ruhen, wenn Mainz und Mönchengladbach aufeinander treffen.

Sandro Schwarz seufzte bei einer Nachfrage, Marco Rose lächelte gequält: Am liebsten hätten die beiden Trainer ihre enge Freundschaft ausgeblendet, doch diesen Gefallen taten ihnen die Journalisten nicht.

Dass die beiden besten Freunde am heutigen Samstag (Bundesliga: FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) im direkten Duell an der Seitenlinie aufeinandertreffen, ist das bestimmende Thema des Bundesligaspiels von Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach.

"Es geht nicht um uns beide oder unsere Freundschaft, sondern um unsere Aufgabe mit unseren Vereinen. Und die werden wir gnadenlos so durchziehen", sagte Gladbach-Coach Rose: "Wir wissen beide, dass wir an Ergebnissen gemessen werden."

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Mainz 05 steht unter Druck 

Vor allem Mainz-Trainer Schwarz steht nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt im Pokal und in der Liga unter Druck.

Dass er den Menschen und den Fußballlehrer Rose in- und auswendig kennt, mache ihm die Aufgabe weder einfacher noch komplizierter, betonte Schwarz: "Es geht nicht darum, den größtmöglichen Überraschungseffekt für Rosi und Gladbach zu haben, sondern darum, unsere Stärken bestmöglich auf den Rasen zu bringen."

Spätestens beim gemeinsamen Essen am Samstagabend ist dann auch wieder genug Platz für ihre Freundschaft.

Für Rose ist das Sprichwort "Das passt wie Arsch auf Eimer" für ihre Beziehung "sehr passend". Sie fahren mit ihren Familien gemeinsam in den Urlaub, beide sind Patenonkel für ein Kind des anderen, Rose zudem Trauzeuge von Schwarz.

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Beste Freunde seit 17 Jahren

Die Verbundenheit besteht seit 17 Jahren. Damals schloss sich Rose dem damaligen Zweitligisten Mainz an, wo auch Schwarz unter Vertrag stand.

Beide freundeten sich schnell an und lebten später sogar in einem Einfamilienhaus zusammen. "Alles, was wir damals in unserer WG über Fußball vom Stapel gelassen haben, hatte wenig in Richtung Trainerdasein zu tun", sagte Rose dem kicker.

Trotzdem machten beide eine schon jetzt beachtliche Karriere als Coach, wobei sie eine "fast identische Spielweise" bevorzugen, erklärte Schwarz: "Wir wollen sehr aktiv in beide Richtungen sein." 

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Rose wäre fast Schwarz' Co-Trainer geworden

Beinahe hätten sie in Mainz auch zusammengearbeitet. Nach dem Gewinn der Youth League mit Red Bull Salzburg spielte Rose mit der Idee, unter seinem Kumpel als Co-Trainer zu arbeiten.

"Wir haben dann aber beide gemerkt, dass ich doch eher ein Cheftrainertyp bin und haben es daraufhin verworfen", berichtete Rose.

Nach dem Spiel fährt Rose nicht mit dem Team zurück, sondern bleibt in seiner alten Heimat. Nach dem Essen mit Schwarz ist ein Besuch im ZDF-Sportstudio geplant.

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Ein Sieg nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Schalke 04 käme ihm da sicher recht. Doch der würde zwangsläufig seinen Freund in die Bredouille bringen.

Im kommenden Auswärtsspiel muss Mainz zum deutschen Rekordmeister Bayern München reisen. Schwarz aber ist positiv gestimmt: "Die Jungs sind in den Trainingseinheiten mit maximaler Bereitschaft dabei, es ist null Verunsicherung zu spüren."

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