vergrößernverkleinern
Florian Kohfeldt und Julian Nagelsmann sind keine Fans von Gelben und Roten Karten gegen Trainer
Florian Kohfeldt und Julian Nagelsmann sind keine Fans von Gelben und Roten Karten gegen Trainer © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Florian Kohfeldt äußert sein Unverständnis über die Einführung von Gelben und Roten Karten gegen Trainer. Zuvor hatte schon Julian Nagelsmann Kritik geäußert.

Florian Kohfeldt vom Bundesligisten Werder Bremen sieht die Einführung von Gelben und Roten Karten gegen Trainer ab der neuen Saison kritisch.

"Ich bin überzeugt, dass es das Verhältnis zwischen Trainern und Schiedsrichtern belasten wird", sagte der Coach der Hanseaten dem Spiegel. "Mehr Kommunikation hätte positive Auswirkungen an den Bänken, aber die neue Regelung wird für weniger Kommunikation sorgen und manche Situation eher anheizen."

Kohfeldt erwartet Schwierigkeiten

Auf die Schiedsrichter sieht Kohfeldt dabei große Schwierigkeiten zukommen. "Sie müssen immer genau unterscheiden, welche Traineremotionen gelten der eigenen Mannschaft, welche einer unglücklichen Spielführung der Schiedsrichter. Und alle Emotionen können sich die Trainer auch nicht nehmen lassen. Sie gehören zu einem guten Coaching dazu", sagte der 36-Jährige, der jüngst seinen Vertrag in Bremen bis 2023 verlängert hatte.

Anzeige

Kohfeldts Trainerkollege Julian Nagelsmann von RB Leipzig hatte kürzlich in die gleiche Kerbe geschlagen. "Ich finde, dass man da an die Menschlichkeit appellieren muss und nicht alles mit Strafen reguliert. Es ist nicht im Sinne der Sache, dass ein Trainer jedes vierte Spiel auf der Tribüne sitzt, nur weil er Emotionen zeigt", sagte er am Rande des Internationalen Trainerkongresses in Kassel. 

Meistgelesene Artikel

Gelbe und Rote Karten für Trainer sind nach einem Beschluss des für Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (IFAB) aus dem März ab Saisonbeginn möglich. Vorgaben zu Sperren bei Gelben Karten gibt es aber noch nicht, die Deutsche Fußball Liga (DFL) will darüber am 21. August in Berlin entscheiden.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image