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Bremen - RB Leipzig siegt beim SV Werder Bremen und holt sich die Tabellenführung der Bundesliga zurück. Sabitzer, Orban und Saracchi treffen für das Team von Julian Nagelsmann.

Am Ende einer fast perfekten Leipziger Fußballwoche holten sich die "Bullen" den verdienten Lohn bei ihren Fans ab.

"Spitzenreiter! Spitzenreiter!", skandierte der RB-Anhang, nachdem die Sachsen mit einem hochverdienten 3:0 (2:0)-Sieg bei Werder Bremen wieder an Bayern München vorbei auf Platz eins der Bundesliga geklettert waren. Sportchef Markus Krösche drückte allerdings sogleich auf die Euphoriebremse. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Wir wussten, dass die Bremer sehr ersatzgeschwächt waren, da hatten wir eindeutig mehr Qualität auf dem Platz", relativierte Krösche den ersten Leipziger Sieg an der Weser ein wenig.

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Sabitzer deutet Titel-Ambitionen an

Dem überragenden Marcel Sabitzer war dies aber herzlich egal, der Kunstschütze aus Österreich genoss den Moment. "Wir wollen jetzt auch erstmal da oben bleiben und am Ende an etwas schnuppern", sagte Sabitzer bei Sky.

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Leipzig, das am Sonntag den Bayern im direkten Duell ein 1:1 abgetrotzt hatte und unter der Woche mit einem 2:1 bei Benfica Lissabon in die Champions League gestartet war, ging durch einen Kopfball von Kapitän Willi Orban nach Ecke von Christopher Nkunku in der 13. Minute in Führung. In der 35. Minute war Sabitzer per Freistoß aus 22 Metern Entfernung erfolgreich.

Auch nachdem Leipzigs Mittelfeldspieler Konrad Laimer nach Handspiel in der 64. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. In Unterzahl setzte der eingewechselte Marcelo Saracchi (83.) mit seinem ersten Bundesligator den Schlusspunkt.

Kohfeldt macht Team keinen Vorwurf

"Natürlich hatte RB mehr Spielkontrolle, aber das war auch der Plan", sagte Bremens Trainer Florian Kohfeldt: "Trotzdem bin ich stolz auf die Jungs. Wir haben gegen ein Spitzenteam gespielt. Deshalb ist bei mir der Frust auch nicht so groß."

 Vor 40.550 Zuschauern konnten die Platzherren die Partie nur in der Anfangsphase offenhalten. Danach war Leipzig eindeutig spielstärker, gedankenschneller in den Zweikämpfen und auch ballsicherer.

Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe die Mannschaft von Kohfeldt erstmals gefährlich vor dem RB-Tor auftauchte, doch Werder-Kapitän Davy Klaassen wurde abgeblockt.

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Werder mit großen Personalsorgen

Kohfeldts Gegenüber Julian Nagelsmann konnte es sich leisten, Stammkräfte wie Emil Forsberg und Diego Demme zunächst auf der Auswechselbank zu lassen. Bei den Gastgebern hingegen standen zwei Akteure aus der U23 in der Startformation.

Erst am Freitag hatte sich Torjäger Niclas Füllkrug beim Abschlusstraining einen Kreuzbandriss zugezogen und wird mindestens ein halbes Jahr ausfallen.

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In der zweiten Halbzeit setzte sich die Leipziger Überlegenheit unvermindert fort. In der 55. Minute verpasste Sabitzer die Vorentscheidung, als sein Distanzschuss knapp über das Bremer Tor strich. Angesichts dieser Überlegenheit fiel es kaum ins Gewicht, dass RB-Torjäger Timo Werner einen schwachen Tag erwischt hatte, am Nationalspieler lief die Begegnung weitgehend vorbei.

Hoffnung keimte bei den Werder-Fans noch einmal auf, als Kohfeldt in der 63. Minute den glücklosen Johannes Eggestein durch Claudio Pizarro ersetzte, drei Minuten später wurde Werder-Urgestein Philipp Bargfrede eingewechselt. Aber auch diese personelle Maßnahme änderte am Spielverlauf nichts mehr.

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