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Bei Flutlichtspielen erstrahlt der Borussia-Park in Grün wie hier in der Europa-League
Bei Flutlichtspielen erstrahlt der Borussia-Park in Grün wie hier in der Europa-League © Getty Images
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München - Sponsoren im Stadionnamen. Heikles Thema in Fußball-Deutschland. Max Eberl hat sich jetzt zur Zukunft des Borussia-Parks in diesem Punkt geäußert.

Wenn vom Westfalen- oder Waldstadion die Rede ist, weiß ein jeder Fußball-Fan in Deutschland, wo diese Tempel stehen. Aber hätten Sie gewusst, welcher Bundesligist in der PreZero Arena spielt? Zugegeben, eine große Tradition hat dieses 2009 erbaute Stadion noch nicht vorzuweisen.

Sponsoren im Stadionnamen unbeliebt

Die Heimspielstätte der TSG 1899 Hoffenheim wird von den Fans auch eher Rhein-Neckar-Arena genannt. Allgemein gibt es in Deutschland eine Abneigung gegen Sponsoren im Stadionnamen, wie die Beispiele "Max-Morlock-Stadion" in Nürnberg (Petition für Stadionnamen) und "wohnimvest Weserstadion" zeigen, wo in beiden Fällen die Fans der Traditionsklubs heftig protestierten.

Warum investieren Unternehmen also trotzdem, wenn das Sponsoring sogar negativ behaftet ist? Meistens reden die lokalen Unternehmen davon,  ihre "Verbundenheit zur Region" zeigen zu wollen. Der BVB bekommt von Signal Iduna sogar 5,8 Millionen Euro pro Jahr für den Ausdruck dieser Verbundenheit.

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Borussia-Park eine der letzten Bastionen

15 von 18 Stadien der Bundesliga sind mittlerweile nach Sponsoren benannt. Das Geld ist für viele Bundesligisten eine wichtige Einnahmequelle, um konkurrenzfähig zu bleiben. Einer der drei "Traditionalisten" ist Borussia Mönchengladbach. In der SportBild hat sich nun Gladbachs Manager Max Eberl zur Zukunft des Borussia-Parks geäußert.

"Wenn plötzlich ein Unternehmen kommt, das uns zehn Millionen Euro im Jahr für die Namensrechte an unserem Stadion bietet, dann müssten wir uns Gedanken machen. Das bedeutet für Borussia viel Geld. In dem Fall haben wir eine Verpflichtung gegenüber dem Klub."

Vorbild FC Bayern

Gladbach ist der einzige Bundesligist, der sich ohne Investor oder strategischen Partner für den Europapokal qualifiziert hat. Geht es nach Eberl, ist eine strategische Weiterentwicklung des Vereins in Zukunft nur mit Sponsoren möglich. Als Vorbild dient der FC Bayern.

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"Der FC Bayern hat mit seinen strategischen Partnern eine hervorragende Lösung gefunden, diese beiden Dinge (Vereinsidentität und Sponsoren Anm.d.Red) zu verknüpfen. [...] Das letzte Wort darüber haben aber immer die Mitglieder. Diese Entscheidung fällt kein Einzelner, sondern der Verein."

Neben Gladbach haben bloß die beiden Berliner Vereine Hertha BSC und Union Berlin ihre Stadionnamen noch nicht verkauft. Das Olympiastadion ist ein Sonderfall, gehört der Hertha auch gar nicht, Union Berlin ist sowieso ein ganz eigener Bundesligaverein. 

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