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München - Bayer Leverkusen spielt bislang eine durchwachsene Saison. Vereinsikone Jens Nowotny kritisiert bei SPORT1 vor allem die Mängel in der Defensiv.

Die bisherige Saison von Bayer Leverkusen gleicht mal wieder einer Achterbahnfahrt.

In der Bundesliga befindet sich die Werkself auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze und rangiert mit vier Zählern Rückstand auf Primus Borussia Mönchengladbach auf Rang neun. Am Samstag kommt es zum direkten Duell. (Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen - Borussia Mönchenlagbach, 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Im DFB-Pokal gelang unter der Woche mit dem 1:0-Erfolg gegen den SC Paderborn der Sprung ins Achtelfinale, doch in der Champions League herrscht nach drei Pleiten noch gähnende Leere auf dem Punktekonto.

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Nowotny: "Schwachstellen in der Rückwärtsbewegung"

Vor allem in der Königsklasse wurde die Mannschaft bestraft. Trotz spielerisch guter Ansätze macht Bayer zu wenig aus seinem Ballbesitz und leistet sich in der Defensive immer wieder eklatante Fehler.

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"Sie haben die Qualität nach vorne, das haben sie oft bewiesen, aber Schwachstellen in der Rückwärtsbewegung", erklärte Vereinsikone Jens Nowotny im Gespräch mit SPORT1. "Das muss sich ändern, ansonsten läuft man immer Gefahr, richtig unter die Räder zu kommen."

Wie beispielsweise bei der 0:4-Pleite in der Bundesliga bei Borussia Dortmund, beim 0:3 bei Eintracht Frankfurt oder auch beim 0:3 in der Königsklasse bei Juventus Turin. In neun Bundesliga-Spielen kassierte Bayer schon 13 Gegentore - kein Team aus den Top 9 ist schlechter. Insgesamt steht die Werkself bei 20 kassierten Treffern in 14 Pflichtspielen.

Doch wo muss der Hebel angesetzt werden, um derartige Tiefschläge zu verhindern?

Nicht nur Bosz bei Leverkusen gefragt

"Alle sind da gefordert", betonte Nowotny und sagte im Bezug auf Peter Bosz: "Der Trainer ist letztendlich die entscheidende Instanz. Aber da sind genug Fachkompetenzen in diesem Verein, die ihre Tipps und Erfahrungen einbringen können. Dann geht es darum: Nimmt man das an als Trainer? Kann man das umsetzen? Hat man die Spieler, um das umzusetzen? Das muss konstruktiv geschehen, nicht destruktiv."

"Absolut positiv" ist für Nowotny hingegen, dass Leverkusen mit Kai Havertz, Nadiem Amiri und Jonathan Tah gleich mehrere Nationalspieler abstellt.

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"Wenn man als Verein so viele gute Jungs hat, die dann auch international für Aufmerksamkeit sorgen, ist das top", betonte der Ex-Profi. "Natürlich ist das von der Belastung her dann immer so eine Sache. Aber das haben viele vorher schon gemacht und werden auch in Zukunft viele machen."

Nowotny freut sich über enges Meisterschaftsrennen

Da in der Bundesliga noch keine Mannschaft restlos zu überzeugen weiß, nicht einmal der FC Bayern, freut sich der frühere Nationalspieler über ein derzeit spannendes Meisterschaftsrennen.

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"Wenn so viele Mannschaften oben dabei sind, dann ändert sich an der gesamten Konstellation an einem Spieltag natürlich nicht allzu viel", meinte Nowotny. "Wenn Bayern gewinnt, ist es unwahrscheinlich, dass alle anderen gleichzeitig verlieren. Deswegen ist es schön, wenn es so lange offen bleibt wie möglich."

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