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Bayern-Star Robert Lewandowski spricht über die Probleme im Bayern-Spiel und hat vor allem ein Problem ausgemacht. Er nimmt die jungen Spieler in die Pflicht.

Klartext von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski!

Der Pole befindet sich aktuell in absoluter Topform und weist 21 Tore nach 17 Spielen auf. Teilweise hat er den FC Bayern, der am Abend auf Borussia Dortmund trifft (Bundesliga: FC Bayern - Borussia Dortmund ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) im Alleingang zu Siegen geführt. Nun erklärt er in der Süddeutschen Zeitung die aktuellen Defizite im Spiel der Münchner.

"Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig. In jedem Mannschaftsteil, in jeder Linie sollte es einen Anführer geben: Torwart, Abwehrspieler, einer aus dem Mittelfeld, einer aus der Offensive, das wäre perfekt. Es kann nicht ein Spieler alle führen, das ist zu viel, das ist unmöglich", sagte Lewandowski. 

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Lewandowski: Das fehlt bei uns

Er begründete seine These anschließed: "Was bei uns manchmal fehlt: Kommandos. Links! Rechts! Die jungen Spieler sind natürlich noch etwas zurückhaltend, oder sie haben mit der Sprache ein Problem. Aber ich weiß, dass zwei, drei Monate in einem Land reichen, um Kommandos geben zu können! Das muss man auch erwarten können."

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Für den Angreifer ist dies eine Folge der veränderten Ausbildung von jungen Spielern. "Die neue Generation braucht mehr klare Ansagen, ich denke, das kommt aus den Akademien. Wenn du Vorgaben von Trainern von klein auf gewohnt bist, verlierst du die individuellen Sachen, das eigene Denken. Junge Spieler brauchen Führung. Wenn sie keine Aufgabe bekommen, vergessen sie manchmal, was sie machen sollen", stellte Lewandowski fest. 

Der 31-Jährige sieht auch einen Wandel in der Kabine der Profiteams: "Früher hattest du in der Kabine 20 Männer, jeder hat etwas gesagt, oft auch laut, und am nächsten Tag war es wieder okay. Heute haben die Spieler ein bisschen Angst zu sprechen, vielleicht ist es auch: keine Lust. Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur." Er selbst sieht sich "zwischen diesen Generationen".

"Wäre nicht gut für meine Form"

Angesprochen auf seine aktuelle Topform und die Möglichkeit den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller zu brechen, erklärte Lewandowski: "Rekorde sind was für später. Wenn man später mal sagt, dass Robert Lewandowski einen 40 Jahre alten Rekord gebrochen hat, dann freut man sich und ist stolz. Aber wenn ich aktuell zu viel darüber nachdenken würde, wäre das nicht gut für meine Form."

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Neben der Meisterschaft wollen die Münchner auch in der Champions League in dieser Saison weit kommen. Doch Lewandowski mahnte: "In der Champions League sind es Kleinigkeiten, die entscheiden. In Barcelona habe ich mal mit Maske spielen müssen und gegen Real mit einer Schulterverletzung, da war ich höchstens bei 60 Prozent und konnte keinen Sprint machen. Man braucht auch viel Glück und den richtigen Moment, alle müssen fit sein, du brauchst eine motivierte Bank, die Formkurve muss stimmen."

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Lewandowski hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2023 und hat bisher in 259 Spielen für die Münchner 212 Tore erzielt. 

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