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München - Zeljko Buvac feierte als Co-Trainer unter Jürgen Klopp große Erfolge. Nun wird er als möglicher Mainz-05-Trainer gehandelt - was unter Umständen funktionieren könnte.

Der FSV Mainz 05 sucht  nach wie vor einen Nachfolger für den am Sonntag entlassenen Sandro Schwarz.

Und dabei wird nun auch der Name eines alten Bekannten in den Ring geworfen - Zeljko Buvac. Der Bosnier machte einst vor allem als Assistent von Jürgen Klopp auf sich aufmerksam.

Rückkehr als Cheftrainer?

Zur Erinnerung: Die beiden spielten schon in den 1990er-Jahren zusammen bei den Mainzern. Als Klopp 2001 dann Cheftrainer wurde, holte er Buvac dazu. 17 Jahre arbeitete er an Klopps Seite, war dessen Vertrauter, Weggefährte und auch Freund.

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Klopp hielt dabei stets große Stücke auf seinen Partner. "Zeljko ist ein Meister aller Trainingsformen, ich lerne jeden Tag von ihm. Meistens arbeiten wir telepathisch zusammen", hatte der heutige Trainer des FC Liverpool mal gesagt.

Im April letzten Jahres kam es dann aber zur Trennung, deren Hintergründe nach wie vor im Dunkeln liegen. Buvac verließ die Reds Knall auf Fall.

Der Bosnier, der als Co-Trainer zwei Mal mit dem BVB Deutscher Meister wurde, galt danach zwischenzeitlich sogar als möglicher Nachfolger von Arsène Wenger beim FC Arsenal. Doch daraus wurde bekanntlich nichts.

Buvac lebt wieder in Mainz

Buvac zog vielmehr zurück nach Mainz, verschwand aber weitestgehend aus der Öffentlichkeit. Doch kehrt er nun ausgerechnet als Chef-Trainer an die alte Wirkungsstätte zurück?

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Seine Fachkenntnisse sind unbestritten. Buvac war über viele Jahre der Taktikfuchs an Klopps Seite. Klopp hat die Spielweise verkauft, doch erfunden hat sie Buvac als kongenialer Weggefährte .

Der ehemalige Assistent war auch bei vielen Spielern beliebt. "In der Kabine ist sein Wort Gesetz", sagte der Ex-Dortmunder Nuri Sahin einmal.

Der neue Trainer der Mainzer soll laut FSV-Sportvorstand Rouven Schröder Pressing-Fußball spielen lassen. Er soll "heute mal hart und morgen einfühlsam“ sein - Eigenschaften, die hervorragend zu Buvac passen.

Allerdings ist der Bosnier kein Mann für die erste Reihe. Er mag es nicht, vor der Kamera zu stehen und permanent Interviews zu geben und sich immer wieder denselben Fragen zu stellen. Was auch bedeutet, dass es mit einem Trainer-Posten als Chef schwierig werden dürfte.

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"Es wäre fahrlässig, nicht mit ihm zu reden"

Und dennoch: Wenn ihn Rouven Schröder am Ende "nur" als Co-Trainer gewinnen würde? So oder so: "Es wäre fahrlässig, nicht mit ihm zu reden", meint der frühere Mainz-Profi Fabrizio Hayer in der Bild. 

Buvac ist zwar der perfekte Co-Trainer, trotzdem ein Alphatier. Man müsste insofern auch die Frage aus der ungewohnten Sichtweise beantworten: Wer wird Trainer unter Buvac?

Wenn Mainz am Ende einen Trainer wie Klopp fände, der die gleiche Idee vom Fußball hätte und mit dem Bosnier harmonieren würde, wäre es ein echter Coup - einer, der Mainz wieder zu Erfolg verhelfen könnte.

Eine Verpflichtung käme sicherlich auch bei den Fans gut an - und brächte einen Hauch der Klopp-Ära zurück zu den Rheinhessen.

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