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Ansgar Brinkmann spielte unter anderem für Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt
Ansgar Brinkmann spielte unter anderem für Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt © Getty Images
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Ansgar Brinkmann kritisiert Jürgen Klinsmann für sein Verhalten gegenüber Hertha BSC. Darüber hinaus fordert er eine deutliche Reaktion in der Rassismus-Debatte.

Der ehemalige Fußball-Profi Ansgar Brinkmann hat das beispiellose Verhalten von Jürgen Klinsmann gegenüber dessen Ex-Klub Hertha BSC kritisiert.

"Da ist Jürgen Klinsmann, der ja Unfassbares erreicht hat in seiner Fußballkarriere, weit über das Ziel hinausgeschossen", sagte Brinkmann: "Das hätte er sich alles sparen können und auch müssen. Das hat er gar nicht nötig."

Brinkmann: "Art und Weise war richtig schlecht"

Vor allem sei "die Art und Weise, wie er sich verabschiedet hat, richtig schlecht. Von A bis Z braucht das kein Mensch", betonte Brinkmann, der glaubt, "dass es im Kampf, den beide Seiten austragen, keine Gewinner geben wird, weder Hertha BSC noch Klinsmann".

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Klinsmann hatte am 11. Februar nach 76 Tagen via Facebook überraschend seinen Rücktritt als Trainer verkündet. Am Mittwoch, 15 Tage nach seinem unerwarteten Rücktritt als Trainer von Hertha BSC, prangerte er in einer Generalabrechnung die Verhältnisse bei seinem ehemaligen Arbeitgeber an. Klinsmann attackierte in einem ausführlichen Protokoll über die Zeit als Hertha-Trainer vor allem Manager Michael Preetz. Sport Bild veröffentlichte das Dokument.

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Rassismus-Debatte: "Wichtig, dass der Fußball Flagge zeigt"

In der aktuellen Rassismus-Debatte im Profifußball hat Brinkmann derweil eine deutliche Reaktion gefordert.

"Wir brauchen das, gerade in den Stadien. Fußball ist ein Multiplikator und hat einen Stellenwert in Deutschland, in Europa, weltweit", sagte der 50-Jährige: "Es ist wichtig, dass der Fußball da Flagge zeigt, besonders in der heutigen Zeit."

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Brinkmann lobt Eberl für Affront gegen "80 oder 90 Idioten"

Zudem lobte Brinkmann die Reaktion von Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl am vergangenen Wochenende. "Da geht mir das Herz auf.

Eberl hat das klasse gemacht. Er hat es auf den Punkt gebracht, dass es 80 oder 90 Idioten sind", sagte der 50-Jährige: "Wir brauchen Leute wie Eberl, die dann hingehen und sagen: Das gefällt mir nicht, ich wehre mich dagegen, wir, Borussia Mönchengladbach, stehen nicht dafür."

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Eberl hatte die Fans am Zaun vor der Fankurve offensiv konfrontiert und sein Unverständnis nach dem Spiel zum Ausdruck gebracht und die betreffenden Anhänger bei Sky als "Hornochsen" bezeichnet.

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