Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Dortmund und München - Lucien Favre von Borussia Dortmund kontert Lothar Matthäus, der über Niko Kovac als möglichen Trainer-Nachfolger beim BVB spekuliert hatte, mit deutlichen Worten.

Die Sätze von Lucien Favre nach der Niederlage gegen den FC Bayern und die Folgen:

Nachdem er am Mittwochmittag seine Aussagen relativiert hatte, hat Lucien Favre nur wenige Stunden später mit harschen Worten auf die Kritik von Lothar Matthäus reagiert.

In der Bild erklärte der 60-Jährige in Richtung des deutschen Rekordnationalspielers: "Das ist wirklich unglaublich und für mich auch nicht akzeptabel. Ich bin glücklich in Dortmund, habe einen Vertrag bis 2021 und will unbedingt auch nächste Saison auf der Bank sitzen."

Anzeige

Matthäus hatte in seiner Rolle als Sky-Experte Favres kryptisches Statement nach Abpfiff als verkappten Rücktritt interpretiert - und mit Niko Kovac sogar schon einen Nachfolger für den Posten des BVB-Trainers  in Position gebracht: "Ich hab mir das angeschaut und gleich gedacht: Favre weg, Niko Kovac kommt. Das war mein erster Gedanke nach diesen Aussagen."

Alles zum Kracher BVB - Bayern und zum 28. Spieltag im CHECK24 Doppelpass mit Stefan Reuter und Mike Hanke am Donnerstag, ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1.

Zuvor wiederum hatte Favre - angesprochen auf die Debatte um seine Titel-Tauglichkeit als Coach - aufhorchen lassen. "Das sagt man hier seit Monaten. Ich lese die Zeitungen nicht, aber ich weiß, wie es läuft. Ich werde darüber sprechen in ein paar Wochen", so der Schweizer bei Sky.

Einen Tag nach der Partie erklärte Favre, der noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, die Diskussionen über eine mögliche Trennung von den Dortmundern dann für beendet: "Ich werde weitermachen. Ich habe einen Vertrag. Ich werde diesen Vertrag erfüllen. Es gefällt mir hier." Dass er über  über einen Abschied nachdenke, sei "nicht gut interpretiert" worden, "überhaupt nicht".

Zorc: "Führen keine Trainer-Debatte"

Bei SPORT1 reagierte am Mittwoch auch Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc auf Favres "missverständliche" Wortwahl. "Wir führen sicher keine Trainerdebatte. Die gibt es auch nicht. Lucien hat sich unmittelbar nach dem Spiel in einem Moment sicher etwas missverständlich ausgedrückt."

Bei der Bild reagierte Favre jetzt - auch auf den Hinweis, er habe bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach bereits vorzeitig aufgehört: "Es gibt Menschen, die mich gut kennen und wissen, was in Berlin und Gladbach wirklich vorgefallen ist. Aber das hat hier in Dortmund damit mal rein gar nichts zu tun. Ich wüsste wirklich keinen Grund, warum ich aufhören sollte. Ich fühle mich wohl und wertgeschätzt."

DAZN gratis testen und die Bundesliga auf Abruf erleben | ANZEIGE

Meistgelesene Artikel

Er habe immer gesagt, "dass es beim BVB meine bisher schönste Trainer-Station ist. Mir gefällt es hier, und ich will hier auch weitermachen und noch einiges mit der Mannschaft und dem Klub erreichen."

Favre verpasste Matthäus auch noch einen Seitenhieb wegen dessen Kritik am BVB-Coach, Emre Can und Jadon Sancho nicht in der Startelf aufgeboten zu haben: "Sorry, aber Lothar kann nicht alles wissen, was bei uns intern abläuft. Ich bin der Trainer, ich sehe meine Spieler jeden Tag. Er macht seinen Job, ich meinen. Beide hatten kaum Trainingspraxis, Axel Witsel übrigens genauso. Und das nach mehrwöchigen Verletzungspausen." 

Nächste Artikel
previous article imagenext article image