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Markus Söder ist Fan des 1. FC Nürnberg - und wünscht sich deshalb ausdrücklich, dass der FC Bayern und nicht Dortmund Meister wird. Für den FCB hat er Transfertipps.

Markus Söder muss von Amts wegen Fan des FC Bayern sein. 

Das gab der Ministerpräsident, der es eigentlich mit dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg hält, im CHECK24 Doppelpass auch unumwunden zu. 

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum das politische Oberhaupt Bayerns im Meisterrennen der gerade wieder aufgenommenen Bundesliga-Saison lieber auf die Münchner setzt, als auf die Konkurrenten von Borussia Dortmund. 

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"Die Leute fragen mich immer: Warum bist du als Club-Fan auch dafür, dass Bayern Meister wird", sagte Söder und lieferte die Erklärung gleich selbst. "Vize-Rekordmeister ist der 1. FC Nürnberg derzeit immer noch, mit neun Titeln. Und ihr habt glaube ich acht", erklärte der CSU-Politiker in Richtung von Ex-BVB-Keeper Roman Weidenfeller mit einem breiten Grinsen. "Sorry, Herr Weidenfeller. Wenn jetzt Dortmund Meister wird, holt ihr den Club auch noch ein." 

Als FCN-Fan habe er irgendwann mal akzeptieren müssen, dass "uns der FC Bayern überholt. Aber dieses kleine Mini-Privileg des Vize-Rekordmeisters, das liegt mir noch sehr am Herzen."

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Bayerns Vereinspräsident Herbert Hainer, der ebenfalls an der Talkrunde teilnahm, versicherte: "Dass das so bleibt, dafür werden wir alles tun." Derzeit liegt der FCB nur einen Zähler vor der Borussia, spielt am Sonntag aber noch gegen Union Berlin. 

Söder zu Hainer: Hier kann man vom BVB lernen

Trotz aller Sympathie für die Roten erlaubte sich Söder aber auch eine kleine Spitze. Angesprochen auf Dortmunds Jung-Star Erling Haaland sagte er: "Sehr guter Spieler. Hat mich gewundert, warum die Bayern den nicht entdeckt haben. Hätte euch auch gut getan. Dortmund hat in der Hinsicht immer ein sehr gutes Transfer-Feeling." Hainer erwiderte: "Wir haben nach wie vor den Torschützenkönig, Herr Söder." Der, wie Weidenfeller auch schnell betonte, allerdings bekanntlich aus Dortmund kam. 

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Zu den möglichen Verpflichtungen von Leroy Sané (Manchester City) und Kai Havertz (Bayer Leverkusen) sagte der Ministerpräsident derweil: "Ich finde es gut, wenn weiterhin junge, talentierte Spieler in diese Truppe hineinkommen. Das kann man von Dortmund ein bisschen annehmen. 

Genügend Geld habe der FC Bayern, genügend Möglichkeiten ebenso. Und: "Ein neuer Präsident, der ist total allein verantwortlich, der freut sich auf die Entscheidung." 

Hainer, der die Rolle als oberster Bayern-Repräsentant Ende letzten Jahres von Uli Hoeneß übernommen hatte, entgegnete: "Auch bei uns gibt es Demokratie im Verein, Herr Söder". Söder reagierte abgezockt: "Dieses Gerücht gibt es seit vielen Jahren." Die Lacher hatte der Club-Fan und Bayern-Sympathisant damit auf seiner Seite. 

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