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München - Michael Cuisance steht gegen Ex-Klub Mönchengladbach erstmals in Bayerns Startelf. Der 20-Jährige zeigt Licht und Schatten, wird aber von Hansi Flick gelobt.

Mit dieser Personalentscheidung war nicht unbedingt zu rechnen.

In seinem achten Pflichtspieleinsatz für den FC Bayern stand Michael Cuisance erstmals in der Startelf des FC Bayern und profitierte somit vom Ausfall des gelbgesperrten Thomas Müller.

Der 20-jährige Franzose spielte beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach hinter Stürmer Joshua Zirkzee, der den ebenfalls gelbgesperrten Robert Lewandowski vertrat, im offensiven Mittelfeld.

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Seine Leistung: durchwachsen!

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Licht und Schatten bei Startelf-Debütant Cuisance

Nach elf Minuten verpasste sein Volley-Schuss das Ziel, nach 17 Minuten flankte er messerscharf auf Serge Gnabry. In der 39. Minute platzierte er einen Kopfball nicht präzise genug.

Zwar lief Cuisance Gladbach-Torhüter Yann Sommer vor dessen Fehlpass in die Füße Zirkzees entscheidend an (26.), aber mehr war es dann auch nicht.

Ankreiden lassen musste er sich stattdessen das 1:1, da er zuvor im Mittelfeld einen Ball nicht festmachen konnte und sich bei der Annahme nach innen drehte, woraufhin die Gladbacher den Ball eroberten und über Patrick Herrmann den Gegenangriff einleiten konnten (37.).

Nach 61 Minuten war Schluss für den siebenmaligen U20-Nationalspieler, für ihn kam sein französischer Landsmann Kingsley Coman ins Spiel. Die Münchner bekamen fortan mehr Dominanz in ihr Spiel und belohnten sich mit dem späten 2:1 durch Leon Goretzka (86.).

Flick über Cuisance: "Mit Entwicklung sehr zufrieden"

"Es war gut, ich bin zufrieden mit ihm. Für ihn war es gegen seinen ehemaligen Verein etwas ganz Besonderes. Es war ein schweres Spiel für uns alle, gerade in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile und versucht, das 2:1 zu machen. Zum Glück ist es uns gelungen", beurteilte Hansi Flick anschließend Cuisances Leistung.

Der Cheftrainer hob hervor, dass sich der 12-Millionen-Euro-Neuzugang seinen Startelf-Einsatz im Training erarbeitet hatte: "Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden. Er zeigt im Training, dass er Qualitäten hat, deswegen hat er auch gespielt."

Gladbach-Trainer Rose versöhnlich

Lob gab es auch von Marco Rose, dem Trainer seines Ex-Vereins. Über Cuisance, dem man in Gladbach bei dessen Abgang kaum eine Träne nachgeweint hatte, sagte der Fohlen-Trainer auf SPORT1-Nachfrage: "Ich habe ihm gratuliert und freue mich sehr für ihn, dass er gegen seine alten Jungs von Anfang an ran durfte. Als so junger Spieler beim FC Bayern zu spielen, ist etwas Besonderes. Er hat sich reingehauen und versucht, seine Aufgaben zu erfüllen. Er war fleißig, ist viel gelaufen. Es war ein ordentliches Startelfdebüt."

Rose versöhnlich: "Ich wünsche dem Jungen alles Gute und hoffe, dass er gesund bleibt und eine gute Karriere hinlegen kann."

Um sich dauerhaft beim FC Bayern durchsetzen zu können, wird von Cuisance aber mehr kommen müssen. Dass ihn Flick belohnt, wenn er umsetzt, was von ihm erwartet wird, zeigen seine Einsätze seit dem Re-Start.

Im kommenden Ligaspiel bei Werder Bremen (Bundesliga: Werder Bremen - FC Bayern am Di. ab 20.30 Uhr im LIVETICKER), in dem die Bayern vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen können, wird Cuisance aber wieder auf die Bank müssen.

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