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München - Zuletzt kam das Management von David Alaba in München mit den Bayern-Bossen zusammen. SPORT1 weiß, worum es im Poker um den Österreicher wirklich geht.

Vor wenigen Wochen trafen sich Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der im Juli zum Sportvorstand aufgestiegene Hasan Salihamidzic, sowie George Alaba, Vater von Bayern-Star David, und Spieler-Agent Pini Zahavi in einem bei den Bayern-Bossen beliebten Münchner Restaurant.

Dabei ging es selbstredend um die von den Münchnern gewünschte Vertragsverlängerung Alabas.

Gesprochen wurde allerdings nicht nur über den aktuellen Innenverteidiger Nummer eins der Bayern.

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SPORT1 erfuhr: In den Gesprächen, die offen und harmonisch verlaufen sein sollen, wurde Alaba mit den Top-Innenverteidigern Europas verglichen.

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Zahavi führte den Bayern-Verantwortlichen vor Augen, welche Transfererlöse beispielsweise Harry Maguire (Manchester United/87 Millionen Euro laut transfermarkt.de), Virgil van Dijk (FC Liverpool/85) und Aymeric Laporte (Manchester City/65) bei ihren Wechseln erlöst haben und was sie bei ihren neuen Vereinen verdienen. Zudem soll Zahavi klargestellt haben, dass Alaba und Sergio Ramos (Real Madrid) für ihn die derzeit besten Innenverteidiger der Welt seien.

Alabas Gehalt ist der Knackpunkt

Die klare Botschaft: Alaba ist ganz oben angekommen und soll entsprechend vergütet werden. Genau das ist der Knackpunkt der stockenden Verhandlungen.

Alaba will beim FC Bayern in die Riege der absoluten Top-Verdiener aufsteigen und nach Bild-Informationen mehr als 20 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Sphären, in denen sich Robert Lewandowski, Manuel Neuer und Thomas Müller bewegen sollen.

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Noch gehen die Bayern-Bosse auf die Forderungen von Zahavi und Alaba-Vater George allerdings nicht ein.

Nach SPORT1-Informationen schließt das eine Alaba-Verlängerung über 2021 allerdings keinesfalls aus. Aus seinem nahem Umfeld ist zu hören, dass ein Karriereende in München für ihn mehr als nur vorstellbar sei und auch sein großer Traum sei, allerdings nur unter der Voraussetzung einer marktgerechten Entlohnung.

Gespräche vorerst auf Eis

Zum Vergleich: Ramos, so ist es in der Branche zu hören, soll bei Real bis zu zwölf Millionen Euro netto pro Jahr verdienen. Van Dijk über zehn Millionen, Maguire um die acht Millionen Euro pro Jahr.

Derzeit ruhen die Gespräche zwischen beiden Seiten, ein zeitnahes Treffen in München ist auch nicht geplant. Nach SPORT1-Informationen will sich Alaba vorerst auf die kommenden Aufgaben in der Champions League konzentrieren.

Sobald die Königsklasse für den FC Bayern abgeschlossen ist, im besten Fall mit dem Titel am 23. August, soll der Alaba-Poker wieder Fahrt aufnehmen. Es sei denn, die Bayern lenken bereits vorher ein. Weit auseinander liegen sollen beide Seiten indes nicht.

Alaba hat jedenfalls keine Eile sich zu entscheiden. Finden sich weder Bayern-Lösung noch Abnehmer, ist für ihn mittlerweile auch ein ablösefreier Wechsel 2021 vorstellbar. Für die Bayern wäre das allerdings das Worst-Case-Szenario.

Barcelona und Real vorerst aus dem Rennen

Dass sich der Linksfuß in diesem Sommer dem FC Barcelona und Real Madrid anschließt, ist derzeit übrigens ausgeschlossen. Die beiden spanischen Topvereine plagen finanzielle Nöte. Die Katalanen könnten 2021 für Alaba eine Top-Option werden, denn Zahavi pflegt beste Kontakte zum spanischen Topklub.

Die einzigen Interessenten, die sich Alaba derzeit leisten können, sind Manchester City und der FC Chelsea. Aber vor allem die Bayern, die noch nicht um jeden Preis mit Alaba verlängern wollen.

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