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Auf Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic wartet in den letzten Tagen des Transferfensters noch eine Menge Arbeit. SPORT1 zeigt, was beim FC Bayern noch passieren könnte.

Am 5. Oktober schließt das verlängerte Sommer-Transferfenster. Bis dahin erwartet den FC Bayern auf dem Transfermarkt ein heißer Tanz.

Der aktuelle Kader umfasst 21 Feldspieler. Darunter befinden sich die abwanderungswilligen Javi Martínez und Michael Cuisance. Rückkehrer Adrian Fein, der es derzeit nicht mal in den Kader schafft. Talente wie Jamal Musiala, Chris Richards und Joshua Zirkzee, die noch Zeit brauchen und Paris-Versprechen Tanguy Nianzou, der verletzt ist.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Transferfragen!

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Haben die Bayern fixe Neuzugänge in der Hinterhand?

Ja! SPORT1 erfuhr, dass in dieser Woche Neuzugänge präsentiert werden.

Wie viele es werden hängt auch davon ab, wer den FC Bayern noch verlassen wird. Gesucht wird ein Rechtverteidiger, ein variabler Spieler für die Außenbahnen und das zentrale Mittelfeld. Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefscout Marco Neppe bereiten sich seit Wochen auf einen heißen Endspurt auf dem Transfermarkt vor. Bereits im letzten Jahr wurden Michael Cuisance, Philippe Coutinho und Ivan Perisic kurz vor Toreschluss verpflichtet.

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Wechselt Michael Cuisance?

Sehr wahrscheinlich. SPORT1 kann bestätigen, dass Premier-League-Aufsteiger Leeds United beim FC Bayern wegen des 21-Jährigen Franzosen angefragt hat und ihn unbedingt fest verpflichten will. 

Laut L´Équipe bieten ihm die Engländer einen Vertrag bis 2025. Dem Ex-Gladbacher wird der Durchbruch in München hingegen nicht zugetraut. Anschluss hat er in der Mannschaft bisher auch kaum gefunden. Für die Münchner wird es nun darum gehen, eine möglichst hohe Ablöse zu erzielen. 22 Millionen sollen für ihn geboten worden sein, Bayern würde ihn ziehen lassen. 

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Für den umstrittenen Techniker bezahlten die Bayern rund acht Millionen Euro Ablöse an Borussia Mönchengladbach. Nach SPORT1-Informationen kann die Ablösesumme auf bis zu 12 Millionen Euro anwachsen, sobald er über 100 Pflichtspieleinsätze hat, in denen er mindestens 45 Minuten zum Einsatz kommt. Gegen Hoffenheim zog ihm Flick den 17-jährigen Jamal Musial vor. Am Montag zoffte er sich im Training mit Superstar Robert Lewandowski.

Was wird aus Javi Martínez?

Trotz seines goldenen Treffers im Finale des UEFA Super Cups ist der Baske unzufrieden. Martínez möchte wieder regelmäßig spielen. Bei den Bayern ist er nur noch Reservist. Einer der Hauptinteressenten bleibt Athletic Bilbao.

Der FC Bayern wird dem verdienten Mittelfeld-Allrounder nach SPORT1-Informationen keine Steine in den Weg legen, sofern ein passendes Angebot vorliegt.

Kommt Mario Götze?

Stand jetzt nicht. Nach SPORT1-Informationen war diese Personalie auch bis Montagmittag noch kein ernstzunehmendes Thema im Verein.

Wer wird der Backup für Benjamin Pavard?

Sergino Dest von Ajax Amsterdam wohl nicht. Um den 19-jährigen Rechtsverteidiger haben sich die Bayern intensiv bemüht. Sportlich ist man von ihm auf allen Ebenen überzeugt, der Spieler will auch nach München.

Das Heft des Handelns hat aber Ajax in der Hand. Die Niederländer wollen Dest nach Barcelona transferieren, weil die Katalanen mehr bieten als die Bayern. Von einer Transfer-Einigung zwischen Dest und den Spaniern haben die Bayern aber auch noch nichts gehört.

Der 20-jährige Max Aarons vom englischen Erstliga-Absteiger Norwich City wird auch mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht, war bis zuletzt aber kein heißes Thema im Verein. Er dagegen schon: Tariq Lamptey!

Der 19 Jahre alte Shootingstar sorgt als Rechtsverteidiger bei Brighton & Hove Albion für Furore. Der Quadruple-Sieger soll bereit sein, bis zu 15 Millionen Euro für das Toptalent zu zahlen. Brighton möchte ihn nur ungern abgeben und fordert bis zu 25 Millionen Euro. Bayern-Kontakt zum Management des Spieler hat es bereits gegeben. 

Gibt es noch Überraschungen?

Eine faustdicke wäre eine Blitz-Leihe von Alexander Nübel. Der neue Manuel-Neuer-Herausforderer begibt sich bislang demütig in Lauerstellung, aber dass er in Hoffenheim nicht einmal auf der Bank saß, stößt auf Seiten des Spielers und seines Managements auf Unverständnis und Irritation. Ein Tribünen-Platz in München ist in der Entwicklung des 23-Jährigen nicht vorgesehen.

Da Sven Ulreich bleiben könnte und Nübel nur die Nummer drei droht, ist nach SPORT1-Informationen sogar eine Blitz-Leihe noch bis zum Schließen des Transferfensters am 5. Oktober möglich. Nach SPORT1-Informationen steht eine Nübel-Leihe auch vereinsintern zur Diskussion. Ausgeschlossen wird sie nicht. Interessenten soll es für ihn reichlich geben.

Eine Überraschung wäre auch eine Leihe von Callum Hudson-Odoi. Den 19-Jährigen wollten die Bayern schon Anfang 2019 vom FC Chelsea verpflichten. Möglich ist, dass der Englänger für die Außenbahn geholt wird.

Gab es einen Spieler, an dem die Bayern zuletzt dran waren?

Nach SPORT1-Informationen waren die Bayern ernsthaft an Barcelona-Supertalent Pedri interessiert.

Der 17-jährige ist in der Offensive variabel einsetzbar, kann als Zehner, Achter und auf den Flügel spielen. Salihamidzic und Neppe führten wegen dem Spanier Gespräche. Auch Borussia Mönchengladbach und PSV Eindhoven zeigten Interesse. Allerdings hat sich Pedri beim FC Barcelona einen Platz im Profi-Team erkämpft. Laut transfermarkt.de beträgt sein Marktwert 7,2 Millionen Euro. Sein Vertrag ist noch vier Jahre gültig.

Was wird aus David Alaba?

"Auch da wird irgendwann eine Entscheidung fallen", erklärte Salihamidzic rund um das Hoffenheim-Spiel. Alaba-Berater Zahavi weilte zuletzt im Urlaub. Der Israeli, sowie Alaba-Vater George warten auf ein verbessertes finanzielles Angebot der Münchner.

Nach SPORT1-Informationen wird der FC Bayern im Alaba-Poker aber eisern bleiben und das Angebot, welches man als marktgerecht und fair erachtet, nicht nachbessern. De Bild schrieb am Mittwoch von einem Verkaufsverbot - auch wenn das bedeutet, dass Alaba 2021 ablösefrei wechselt.

Der Zeitung zufolge bieten ihm die Bayern elf Millionen Euro Grundgehalt und bis zu sechs Millionen Euro an Prämien. Im Gespräch ist ein neuer Fünfjahresvertrag. Die Alaba-Seite soll bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr fordern.

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