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München - Joshua Kimmich ist froh, dass ihn Hansi Flick fest auf der Sechser-Position einplant. Mit seinen Bayern-Kollegen will er eine Ära prägen.

Joshua Kimmich vom FC Bayern sprach auf dem Weg zum Titel in der Champions League von einem "Gefühl der Unschlagbarkeit".

"Spätestens nach diesem 8:2 (gegen Barcelona, Anm. d. Red.) habe ich das so empfunden", sagte Kimmich der Süddeutschen Zeitung: "Wir waren in der Bundesliga ja seit Dezember ungeschlagen, trotzdem wussten wir nicht genau, wie wir im internationalen Vergleich dastehen."

Da habe die Gala gegen Barca "schon einiges ausgelöst in der Mannschaft, das war wie eine Bestätigung. Wir hatten gegen Barca und Lyon kritische Phasen zu überstehen, trotzdem hatte man auf dem Platz immer das Gefühl: Wir schaffen das, wir gewinnen das."

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Durch das 8:2 sei die Stimmung entstanden, den Weg bis zum Ende gehen zu können. "Und ich bin ehrlich: Als dann Manchester City gegen Lyon rausgeflogen ist, hat sich dieses Gefühl bei mir noch verstärkt", meinte Kimmich (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

Flick setzt auf Kimmich als Sechser

Unter Hansi Flick nahm der deutsche Nationalspieler, der mit Bayern gegen den FC Schalke 04 am Freitag in die neue Saison startet (FC Bayern München - FC Schalke 04 ab 20.30 Uhr im LIVETICKER), eine entscheidende Rolle als Sechser ein.

"Mir hat er relativ früh zu verstehen gegeben, dass er mich auf der Sechs sieht und da fest mit mir plant", erklärte Kimmich: "Er hat gesagt, dass ich der entscheidende Spieler für die defensive Balance im Zentrum sein kann, dass ich vor der Abwehr meine Zweikämpfe gewinnen, aber auch immer wieder mit wenigen Kontakten nach vorne spielen soll."

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Vor allem aber habe Flick dem 25-Jährigen "gleich klargemacht, dass das Hin- und Hergeschiebe zwischen rechter Verteidiger und Mittelfeld ein Ende hat."

Dadurch, dass Flick ihn, aber auch David Alaba und Thomas Müller fest auf Positionen platzierte, sei ein Gerüst entstanden.

Kimmich bei Finalturnier als Rechtsverteidiger

Beim Finalturnier der Champions League aber musste Kimmich wieder hinten rechts ran, weil Benjamin Pavard sich verletzte.

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"Er (Flick, Anm. d. Red.) hat mir seine Überlegungen mitgeteilt, und ich habe zu ihm gesagt: Wenn ich Trainer wäre, würde ich es genauso machen", meinte Kimmich.

Denn er habe gewusst, "dass es nur für einen begrenzten Zeitraum ist, es war in diesem Moment auch die logische Lösung. Mir war klar: Wenn wir das Triple gewinnen wollen, dann muss ich das jetzt machen."

Kimmich wünscht sich Alaba-Verbleib

Mit der derzeitigen Bayern-Mannschaft, von der Kimmich sagt, "da steht eine Familie auf dem Platz", möchte er eine Ära prägen. "Wir fühlen uns auf keinen Fall vollendet, obwohl wir jetzt die Champions League gewonnen haben. Wir wollen bestätigen, dass wir dauerhaft da oben hingehören."

Wichtig dafür wäre ein Verbleib von David Alaba.

"Ich habe ein gutes Verhältnis zu David, aber das ist eine Entscheidung, die er selbst treffen muss", meinte Kimmich.

Doch er habe ihm "natürlich vermittelt, dass ich mir wünschen würde, dass er bleibt und fester Bestandteil unseres Teams ist. Ihm ist auch bewusst, dass wir im Moment eine sehr besondere Mannschaft mit einer sehr besonderen Stimmung haben. Ich glaube, das hat er hier in all den Jahren so möglicherweise auch noch nicht erlebt."

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