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München - Das 1:5 des BVB gegen den VfB zeigt laut Marco Reus, dass der BVB nicht verteidigen kann. Für Marcel Reif ist das eine Aussage mit Explosionspotenzial.

Nach dem 1:5 von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart sind die Diskussionen um Lucien Favre entbrannt (Service: Tabelle der Bundesliga).

Auch im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 (JETZT im TV und im LIVESTREAM) ging es am Sonntagvormittag heiß her. Besonders eine Aussage von Marco Reus sorgte für Verwunderung (REAKTIONEN: "Sehr, sehr beschämend!").

"Wenn der Reus sagt: 'Wir sind kein Team, das verteidigen kann', das ist eine Katastrophe. Ein 1:5 kann passieren, aber die Aussage von Reus ist das Entlassungsschreiben des Trainers", sagte der SPORT1-Experte Marcel Reif.

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Dortmunds Kapitän hatte erklärt: "Wir sind keine Mannschaft, die gut verteidigen kann, das muss man ganz klar sagen. Das war unter dem Strich ein verdienter Sieg für Stuttgart und für uns war es sehr, sehr beschämend."

Reif vermutet: Wenn Dortmund "eine Alternative hätte, würden sie noch vor Weihnachten reagieren. Dass der Vertrag mit Favre nicht verlängert wird, ist klar."

Basler glaubt nicht an Favre-Trennung

Ähnlich sieht es Mario Basler. "Die Frage ist, wen holt man auf die Schnelle. Da sehe ich momentan keinen Trainer, der für den BVB kurzfristig zur Verfügung steht", meinte der SPORT1-Experte.

Denn ein Ralf Rangnick, um den es immer wieder Gerüchte gibt, "passt meines Erachtens überhaupt nicht zu Dortmund. Allein Rangnick und Watzke ist für mich sehr schwer vorstellbar." Deswegen rechnet Basler damit, dass Dortmund bis zum Saisonende mit Favre weitermachen. 

"So gibt man sich die Zeit, um über einen adäquaten Trainer nachzudenken", sagte der frühere Bayern-Profi.

Reif glaubt auch nicht, "dass das Team eine große Zukunft hat. Die Spieler werden sukzessive weggekauft. Daher hört auf, vom Titelrennen zu reden." Platz vier sei das "Minimalsaisonziel". (Service Ergebnisse und Spielplan)

Meyer verteidigt Favre

Hans Meyer verteidigte den Dortmunder Trainer dagegen. Das Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach, das Favre aus dessen Zeiten als Gladbach-Coach noch kennt, findet den Umgang mit dem Schweizer "in den letzten Wochen etwas respektlos". (Der SPORT1-Kommentar: Peinlicher BVB spielt mit seinem Ruf)

Denn "er fängt mit vier Spielern unter 20 an und in einer großen Zeitung wirft man dem Trainer vor, dass er den Torjäger nicht gebracht hat. Der ist 16", schilderte Meyer: "Diese Mannschaft mit fünf, sechs, sieben Zwanzigjährigen hat eine herrliche Zukunft vor sich, aber nicht, um morgen Meister zu werden."

Die Trainer-Legende weiter: "Wenn ich mich umhöre, auch bei unseren Fans, die sprechen alle überragend über Lucien Favre. Daher finde ich es etwas anmaßend, dass man ihm in den Medien unterstellt, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird."

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Am Sonntagvormittag analysierten die Dortmunder Bosse die Pleite, nachdem sie bereits nach der Pleite bis rundzweieinhalb Stunden nach Abpfiff zusammengesessen hatten.

"Wenn man zuhause mit 1:5 verliert, dann ist das ein schwarzer Tag", hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gesagt.

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