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Axel Witsel verletzt sich in Leipzig schwer und fehlt Borussia Dortmund wohl bis zum Saisonende. BVB-Coach Edin Terzic hat allerdings Alternativen.

Dass der schwarz-gelbe Befreiungsschlag einen großen Wermutstropfen mit sich brachte, bestätigte sich mit einem Tag Verzögerung. 

Am Samstag hatte Borussia Dortmund das Spitzenspiel bei RB Leipzig 3:1 gewonnen und sich damit im Titelrennen zurückgemeldet. Am Sonntag kam dann die Diagnose für den verletzt ausgewechselten Axel Witsel - und die hatte es in sich: Riss der Achillessehne. 

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Die schlimmsten Befürchtungen - die Kapitän Marco Reus schon kurz nach Abpfiff äußerte - hatten sich also bewahrheitet. "Axel geht jetzt nochmal zu seinem Vertrauensarzt nach Belgien", verriet BVB-Boss Michael Zorc SPORT1: "Da werden die nächsten Schritte besprochen. Es läuft auf eine Operation hinaus. Er wird länger ausfallen." 

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BVB will Witsel "mit eigenem Personal" ersetzen

Dem Belgier, der am Montag in Antwerpen erfolgreich operiert wurde, steht eine monatelange Pause bevor. Selbst für die Teilnahme an der Europameisterschaft im Sommer braucht er fast schon "ein Wunder", wie es sein Vater Thierry Witsel in belgischen Medien ausdrückte. 

Immerhin grüßte Witsel schon mit einem Lächeln aus dem Krankenhaus.

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Dennoch: Der BVB muss wohl die komplette restliche Saison ohne den zentralen Mittelfeldspieler auskommen, der bislang alle 15 Bundesligaspiele absolvierte - fast alle über die kompletten 90 Spielminuten. Wie kann die Borussia den Leistungsträger ersetzen? 

Klar ist: Dortmund will den schwerwiegenden Ausfall intern kompensieren. Daran ließ Zorc im SPORT1-Interview keinen Zweifel: "Wir werden diese Lücke mit dem eigenen Personal schließen. Da haben wir keine Sorgen." 

Um dies zu bewerkstelligen bleiben Trainer Edin Terzic mehrere Möglichkeiten.

Can mit starker Leistung als Witsel-Ersatzmann

In der Partie in Leipzig entschied er sich für die Option Emre Can, den er nach 30 Spielminuten für den mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz gebrachten Witsel einwechselte. 

Can bot eine starke Leistung im defensiven Mittelfeld. "Emre hat das sehr gut gemacht und ist Eins-zu-Eins für Axel eingesprungen", lobte Zorc. 

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Der deutsche Nationalspieler half in dieser Spielzeit - noch unter Lucien Favre - oftmals als Innenverteidiger aus, das defensive Mittelfeld stellt allerdings seine Lieblingsposition dar. Ein weiterer Pluspunkt für Can: Der 26-Jährige bringt die nötige Härte in den Zweikämpfen mit, die Terzic seit seinem Amtsantritt immer wieder predigt. 

Can ist deshalb wohl die naheliegendste Alternative zu Witsel - Terzic bleiben aber auch noch andere Optionen. 

Bellingham und Delaney als Alternativen

Nach der Verletzung von Witsel trifft es sich gut, dass Mega-Talent Jude Bellingham sich nach einer Blessur wieder vollständig erholt hat. Der 17-Jährige war einer der Lieblingsspieler von Favre. 

Im defensiven Mittelfeld bringt der Engländer eine beeindruckende Spielintelligenz - vor allem für sein Alter - mit. Auch er bringt das geforderte rustikale Einsteigen mit, was ihn auf jeden Fall zu einem geeigneten Witsel-Ersatz macht. Zudem kann Bellingham auch offensive Akzente setzen.

Rustikal spielen kann auch Thomas Delaney. Dem Dänen machten in dieser Spielzeit Rückenproblemen zu schaffen, er kämpfte sich aber zurück. Terzic scheint große Stücke auf ihn zu halten, in den beiden Bundesligaspielen unter dem jungen Coach im Neuen Jahr bildete er zusammen mit Witsel die Doppelsechs. Er hat also gute Karten einen der beiden Plätze im defensiven Mittelfeld zu festigen. 

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Brandt und Dahoud wohl keine Optionen

Auch Julian Brandt und Mahmoud Dahoud sind normalerweise Spieler, die sich nach der Verletzung von Witsel leise Hoffnungen auf häufigere Einsatzzeiten machen dürften. 

In den letzten Wochen und Monaten spielten die deutschen Nationalspieler aber kaum eine Rolle, was sich auch unter Terzic bislang nicht änderte. Das Problem ist, dass ihnen die geforderte Zweikampfhärte abgeht und sie immer wieder mit eklatanten Fehlpässen auffallen. 

Brandt dürfte in einer solch defensiven Rolle sowieso kaum in Frage kommen, Dahoud schon eher. Er schien zuletzt aber weit von der Stammelf entfernt zu sein und absolvierte seine letzte Bundesligapartie am 5. Dezember.

Um Brandt ranken sich zeitgleich sogar Wechsel-Gerüchte. Englische Medien berichteten jüngst, dass der FC Arsenal Interesse an dem 24-Jährigen haben soll. Es gilt aber als so gut wie ausgeschlossen, dass der BVB Brandt noch im Winter verkaufen oder verleihen will. (Zum Transferticker)

Überraschendes Szenario mit Guerreiro?

Bevor Terzic auf Brandt oder Dahoud im defensiven Mittelfeld zurückgreift, könnte er auch ein überraschendes Szenario erwägen.

Raphael Guerreiro läuft in der Regel als Linksverteidiger auf - manchmal auch als linker Mittelfeldspieler. Terzic könnte den Portugiesen probeweise aber auch ins zentrale Mittelfeld ziehen. Dan-Axel Zagadou könnte dann die Position hinten links übernehmen. 

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