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“Ich bleibe!” Damit hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter eigentlich für Ruhe gesorgt. Doch seitdem hat sich in Frankfurt einiges verändert. Übt er nun Druck aus?

Adi Hütter hat sich in seinen fast drei Jahren bei Eintracht Frankfurt zu einem der Toptrainer in der Bundesliga entwickelt.

Dass ein Team der Güteklasse Borussia Mönchengladbach bei der Suche nach einem Nachfolger von Marco Rose eine konkrete Anfrage an Berater Christian Sand gerichtet haben soll, verwundert daher nicht. (SERVICE: Alles zur Bundesliga)

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Eintracht-Coach Hütter zählt zu den Spitzentrainern der Bundesliga

Andere Spitzenmannschaften, wie beispielsweise Bayer Leverkusen mit Übergangscoach Hannes Wolf, werden bei dem 51-Jährigen, der auch ein Faible für die Premier League hat, genau hinsehen. Die Ausstiegsklausel soll nach SPORT1-Informationen bei mindestens fünf Millionen Euro liegen, andere Medien berichten gar von 7,5 oder zehn Millionen Euro. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Der Eintracht wären trotz Vertrags bis 2023 dann die Hände gebunden, Hütter hat die Planungen seiner Zukunft selbst in der Hand. Bislang zeigt der Österreicher SPORT1-Informationen großes Interesse daran, die Entwicklung in Frankfurt voranzutreiben. Doch seit seinem Bekenntnis bei Sky 90 sind etwas mehr als vier Wochen vergangen.

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Ungeregelte Bobic-Nachfolge kann Hütter nicht gefallen

Die Vorzeichen haben sich seitdem etwas geändert. Sportvorstand Fredi Bobic gab kurze Zeit später seinen Abschied zum Sommer offiziell bekannt, die Eintracht hat in gewisser Weise ein Führungsvakuum. Hütters Wort hat intern zwar noch mehr an Gewicht gewonnen, doch die weiter andauernde Suche nach einem Bobic-Nachfolger passt dem ehrgeizigen Trainer nicht. Es werden zwar diverse Namen, etwa der von Hendrik Almstadt oder Markus Krösche, in der Öffentlichkeit gehandelt, eine Entscheidung hat der von Philip Holzer angeführt Aufsichtsrat noch nicht getroffen.

Berater haben daher aktuell keinen direkten Ansprechpartner. Von Bobic angestoßene Vertragsverhandlungen mit Spielern wie Martin Hinteregger, der sich nach SPORT1-Informationen einen langfristigen Verbleib und eine Verlängerung des 2024 auslaufenden Vertrags anstrebt, können nicht vorangetrieben und finalisiert werden. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

Eintracht kämpft um die Champions League – Spekulationen kommen zur Unzeit

Weil mit Sportdirektor Bruno Hübner ein Vertrauensmann von Hütter im Sommer definitiv aufhört, fühlt sich der Coach in dieser Phase möglicherweise etwas im Stich gelassen. Mit Ben Manga wurde zwar die Position des Kadermanagers besetzt. Doch der vorherige Chefscout muss in die neue Rolle noch hineinwachsen, zudem soll der Hübner-Posten auf mehrere Schultern verteilt werden.

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Hütter will sich zunächst zwar nur auf den sportlich so richtungsweisenden April konzentrieren. Der Monat der Wahrheit sieht Partien in Dortmund, Leverkusen, Gladbach und gegen Wolfsburg vor. Doch gelingt diese Fokussierung unter diesen Umständen? Die Diskussionen rund um die Zukunft von Hütter kommen daher für die Frankfurter im Kampf um die Champions League zur Unzeit.

Eintracht-Aufsichtsrat kann für Ruhe sorgen

Bereits im Frühjahr 2018 sammelten die Hessen schlechte Erfahrungen, als sich die Gerüchte rund um Niko Kovac nicht mehr einfangen ließen. Der Kroate rettete die Saison zwar mit dem Pokal-Sieg, doch nachdem sein Wechsel nach München feststand, ließen die Frankfurter Punkte im Kampf um die Königsklasse liegen.

Hütter jedenfalls wird sich die Entwicklung in Frankfurt und auf dem Markt genauestens anschauen. Ein Abgang nach Gladbach, das den internationalen Wettbewerb zu verpassen droht, ist zwar nicht auszuschließen, aktuell aber unwahrscheinlich. Hütter fühlt sich bei der Eintracht äußerst wohl, der Coach will aber baldige Klarheit. Spekulationen um seine Personen jedenfalls erhöhen den Druck auf die Eintracht-Führung rund um Aufsichtsratschef Philip Holzer deutlich. 

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