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Michael Zorc kann mit Spekulationen um Erling Haaland sehr gut leben. Schließlich weiß er genau, was er von dem kommenden Transfersommer zu erwarten hat.

Erling Haaland steht bei wohl fast allen europäischen Topteams auf dem Wunschzettel.

Gerüchte gibt es um den Stürmerstar von Bundesligist Borussia Dortmund fast täglich. Dabei hat der BVB einem Wechsel in diesem Sommer schon mehrfach einen Riegel vorgeschoben. Michael Zorc hat dennoch keinen Zweifel daran, dass die Spekulationen um den norwegischen Nationalstürmer noch lange anhalten werden. 

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Zorc entspannt: "Wir kennen das Geschäft"

"Mino Raiola (Haaland-Berater, Anm. d. Red.) hat selbst gesagt, dass er keinen Krieg gegen uns führen wird. Damit ist doch alles gesagt. Zwischen uns ist alles völlig in Ordnung", erklärte Zorc bei SPORT1. Er betonte aber auch: "Bis zum 31.8. werden uns diese Gerüchte und Schlagzeilen natürlich begleiten, wir kennen das Geschäft."

Zorc zog zudem einen Vergleich zum vergangenen Sommer. "Mit Jadon Sancho verhielt es sich im vergangenen Jahr auch schon so, und er spielt - wie Sie sehen - immer noch bei uns. Wir sind sehr entspannt. Uns stört das wirklich nicht. Sie können also gern weiter jede Woche nachfragen."

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In den Ruhrnachrichten ergänzte Zorc, das gesprochene Wort zähle in der Auswertung ja ohnehin längst nicht mehr. "Ich habe ja gesagt, dass Erling Haaland bleibt. Nur macht das keinen Unterschied", sagte der Sportdirektor der Schwarz-Gelben.

Geschichten, die das Gegenteil behaupten, seien "dennoch Tag für Tag erschienen, und so wird es vermutlich auch in diesem Sommer mit Erling laufen." Er könne dies nicht beeinflussen. Er lebe mit den Spekulationen ohnehin gut und sehr entspannt: "Wir wissen ja, was in den Verträgen steht." 

Bei Sancho muss das Timing passen

Haaland ist noch bis 2024 an den BVB gebunden, in diesem Jahr gibt es keine Ausstiegsklausel.

Auch bei Sancho (Vertrag bis 2023) ist Zorc entspannt. Der Engländer darf die Dortmunder im Sommer verlassen - wenn die Bedingungen passen. "Dieses Gentlemen's Agreement zwischen Jadon und uns gab es - wie Sie alle wissen - schon im vergangenen Sommer, und daran hat sich auch nichts geändert. Wir haben gewisse Bedingungen gestellt, die erfüllt werden müssten, damit Jadon den Verein verlassen könnte", erklärt der 58-Jährige nach dem siegreichen Pokalhalbfinale gegen Holstein Kiel auf SPORT1-Nachfrage. "Das Timing und die Summe waren und sind die entscheidenden Parameter."

Das Angebot eines Klubs muss – damit der BVB entsprechende Planungssicherheit hat – bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingehen. Im vergangenen Jahr war es der Tag, an dem der BVB ins Schweiz-Trainingslager gereist ist. Auch diesmal könnte das Trainingslager (wohl Ende Juli) als Deadline gelten. Das Transferfenster endet am 31. August.

Wollte der BVB im vergangenen Jahr noch 120 Millionen Euro für Sancho sehen, ist der Pott-Klub mittlerweile - auch aufgrund der Pandemie - mit weniger zufrieden. Intern haben sich die Bosse nach SPORT1-Informationen auf eine Summe von 85 bis 90 Millionen Euro geeinigt. Das wäre knapp unter dem Marktwert (100 Millionen Euro) des Shooting-Stars.

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