Alonso: Liverpool braucht ein perfektes Spiel
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Kiew und München - Ex-Bayern-Star Xabi Alonso spielte in seiner aktiven Karriere sowohl für Real als auch für Liverpool. Den Reds gibt er vor dem Champions-League-Finale einen Tipp.

In der Brust von Xabi Alonso schlagen am Samstagabend zwei Herzen.

Mit Real Madrid und dem FC Liverpool treffen zwei seiner Ex-Klubs im Champions-League-Endspiel aufeinander. Für beide spielte er jeweils fünf Jahre lang, mit beiden gewann er jeweils einmal die Königsklasse. 

"Natürlich ist das ein sehr besonderes Spiel für mich", sagt der 36-Jährige vor dem Finale von Kiew (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) im Gespräch mit der spanischen Fußballagentur Best of You. "Ich denke, wir können das Unerwartete erwarten."

"Klopp wird einen guten Plan vorbereiten"

Als Liverpool zuletzt um die Krone Europas kämpfte, stand Alonso noch selbst auf dem Rasen. Das war 2007 gegen den AC Mailand (1:2). Real dagegen bestritt allein in den vergangenen vier Jahren drei Endspiele.

UEFA Champions League Final: Liverpool v AC Milan
Xabi Alonso verlor das Finale 2007 mit dem FC Liverpool gegen den AC Mailand mit Kaka © Getty Images

Alonso, der seine Karriere 2017 beim FC Bayern ausklingen ließ, sieht die Königlichen deswegen aber keinesfalls im Vorteil: "Sicherlich kann man sagen, dass Real Favorit ist nach dem, was sie zuletzt erreicht haben. Aber diese Rolle bedeutet nichts im Fußball, und noch weniger in einem Finale."

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Trotzdem müsse sich Liverpool "gut vorbereiten", schließlich mangele es ihnen im Gegensatz zu dem Rekordchampion in solchen Spielen an "Erfahrung". Alonso: "Sie müssen die richtige Balance aus Emotionen und Kontrolle finden."

Jürgen Klopp, ist sich der einstige Mittelfeldstratege jedoch sicher, "wird einen guten Plan vorbereiten. Er analysiert das ganze Spiel, die kleinen Dinge. Er weiß, wie schwer es ist, Real zu stoppen und zu schlagen."

Alonso nennt Zidanes Erfolgsrezept

Klopp hatte es zuletzt im Viertelfinale 2014 mit den Madrilenen zu tun bekommen - damals noch als Coach von Borussia Dortmund. Sein Team schied gegen den späteren Titelträger um Haaresbreite aus. Alonso weiß aus eigener Erfahrung mit den Bayern: "Man muss gegen Madrid beinahe das perfekte Spiel abliefern, um als Sieger vom Platz zu gehen."

"Schuld" daran hat in erster Linie Zinedine Zidane. Seit dessen Beförderung vom Coach der Reserve zum Cheftrainer der Profis im Januar 2016 erweist sich Real in den großen Spielen als abgezocktes Mentalitätsmonster. Der Franzose holte bisher acht Titel und gewann sieben von sieben Endspielen.

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"Was er erreicht hat in den letzten Jahren, ist eine riesige Überraschung", schwärmt Alonso. "Vor drei Jahren hätte man das für absolut unmöglich gehalten". Zidane schaffe es, dass seine Spieler "an sich glauben und ihm vertrauen".

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