PSG-Finale gegen Ancelotti: Tuchel baut auf Buffon
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München - Heiße Phase in der Champions League: Bei SPORT1 spricht Jonas Hummels über schwächelnde Pariser, die Senkrechtstarter vom BVB und seine Titelfavoriten.

Wer hält den Traum vom Henkelpott am Leben? Wer rettet sich auf Rang drei und in die Europa League? Wer scheidet aus?

Die Champions League biegt auf die Zielgerade der Vorrunde ein. Die Rückspiele in den Gruppen stehen an - und damit Entscheidungen. (Service: Spielplan Champions League)

Dabei zittert durchaus auch mancher Spitzenklub um seinen Platz im Achtelfinale.

"Man merkt es ja auch in den Ligen: Die WM wirkt sich nach wie vor aus. Einige Top-Teams haben mehr Probleme als erwartet", sagt DAZN-Experte Jonas Hummels, der am Mittwochabend bei der Partie Olympique Lyon gegen Hoffenheim im Einsatz ist, im Gespräch mit SPORT1.

Atletico und Real schwächeln - PSG unter Druck

Ein Beispiel sei Atletico Madrid. Mit den "Colchoneros" hatte Hummels auf Rang eins in der Dortmunder Gruppe gerechnet. (Service: Tabellen Champions League)

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"Selbst Real Madrid tut sich schwer und hat bei ZSKA Moskau verloren", führt Hummels an.

Besonders schwer tue sich aber Paris Saint-Germain. Während das Team von Thomas Tuchel in der Ligue 1 einen europaweiten Startrekord einfuhren, hechelt es in der Königsklasse hinterher.

PSG und Tuchel erwartet "das Spiel des Spieltags"

"Schon gegen Liverpool, beim ersten Gradmesser, war die Leistung nicht so prickelnd", sagt Hummels. Nun steht das Rückspiel in Neapel an. (Champions League: SSC Neapel - Paris Saint-Germain, ab 21 Uhr im LIVETICKER)

"Es ist das Monsterspiel, das Spiel des Spieltags. Eben weil es für Paris um so viel geht."

Nicht erst seit den neuesten Millionen-Investitionen in den Kader und der Verpflichtung von Tuchel für die Trainerbank zählt für PSG mehr als der nationale Titel.

"Mit Unai Emery wurde im Endeffekt nicht verlängert, weil er international keinen Erfolg hatte", erinnert Hummels an Tuchels Vorgänger. Bei einer Niederlage in Neapel könnte der Stuhl des deutschen Coaches bereits wackeln.

Wobei Hummels das Gegenteil hofft. "Ich bin immer ein Fan von Nachhaltigkeit und Kontinuität. Nicht bei jedem Misserfolg sollte man sofort mit einer Entlassung reagieren. Und diese Gruppe ist einfach eine Mördergruppe", sagt der 28 Jahre alte Ex-Profi. (Service: Tabellen Champions League)

Das sind Hummels’ Titelkandidaten

Titelverteidiger Real Madrid sei gut in die Champions-League-Saison gestartet. "Die haben die Roma in wirklich beeindruckender Manier vernichtet", hat Hummels noch auf dem Schirm.

Allerdings sei die Lage nun nach der Entlassung von Julen Lopetegui "denkbar ungünstig". "Für mich war der Rauswurf folgerichtig, aber nicht unbedingt die richtige Entscheidung. Es wäre für jeden Trainer unfassbar schwierig gewesen. Ich bin aber der Überzeugung, dass er ein guter Trainer ist."

Besser läuft es beim FC Barcelona. "Barca macht einen sehr guten Eindruck. Gerade in der Champions League. Messi hatte in seiner ersten offiziellen Kapitänsansprache zu Saisonbeginn angekündigt, dass es um den Pott mit den großen Ohren geht."

Neben den Katalanen sind für Hummels nach wie vor Manchester City und der FC Liverpool die ersten Titelkandidaten.

"Der BVB spielt einen geilen Fußball"

Aber auch die Deutschen schlagen sich gut, allen voran Borussia Dortmund. "Der BVB spielt einen geilen Fußball, mit seinen ganzen jungen Offensiven."

Irgendwann werde zwar auch in Dortmund ein Leistungseinbruch kommen. "Aber wenn du solch ein europäisches Schwergewicht wie Atletico Madrid mit 4:0 wegfegst, dann bist du nicht mehr unter dem Radar. Dann sagen manche: Dortmund kann die Champions League gewinnen."

BVB-Coach Lucien Favre und dessen Spielstil haben Hummels beeindruckt: "Wenn du so begeisternden Fußball spielst, ist gerade in einem Pokalwettbewerb alles offen."

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Auch 1899 Hoffenheim, bei der Auslosung in Topf vier, hält Hummels für eine "gute Truppe", die in Lyon gewinnen und schließlich weiterkommen könne.

Überhaupt würden auch einige vermeintlich kleinere Mannschaften sich nicht nur hinten reinstellen. "Das ist ganz angenehm, weil dadurch gute Spiele entstehen. Die Mannschaften trauen sich mehr."

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