Kovacs historische Warnung: "... dann geht jede Familie auseinander"
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München - Niko Kovac legt vor dem Kracher in Dortmund den vollen Fokus auf AEK Athen. Was seine Position betrifft, beschwört er den Zusammenhalt. Die PK zum Nachlesen.

Bayern-Trainer Niko Kovac hat vor dem Bundesliga-Kracher bei Borussia Dortmund den vollen Fokus auf AEK Athen gelegt. Dabei beschwor er den Zusammenhalt und bemühte einen Vergleich zur Antike.

"In der Geschichte gibt es genügend Beispiele, ob das Troja war, ob das Caesar - jetzt gehen wir in die Antike. Der springende Punkt ist, dass wir zusammenhalten müssen", sagte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch. (Champions League: FC Bayern - AEK Athen, Mittwoch, 21 Uhr im LIVETICKER)

Joshua Kimmich bekräftigte, dass die Mannschaft "absolut" hinter dem Trainer stehe.

Kimmich: "Wir stehen in der Verantwortung"

"Wir stehen auf dem Platz und haben die Verantwortung. Wenn du, wie gegen Freiburg in der 80. Minute in Führung gehst, darfst du das Spiel nicht mehr hergeben. Das darf nicht passieren. Das hat überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun. Da sind wir Spieler in der Verantwortung, wir müssen dafür sorgen, dass wir an unser Leistungsmaximum kommen, dann bin ich überzeugt, dass wir auch wieder Spiele gewinnen werden", sagte Kimmich auf SPORT1-Nachfrage.

Vor der Partie gegen Athen äußern sich Bayern-Trainer Kovac und Defensivmann Joshua Kimmich. Die Pressekonferenz zum Nachlesen im TICKER:

+++ Kovac über den Zusammenhalt +++

"Die Unterstützung ist intern absolut da. Brazzo und ich tauschen uns regelmäßig aus, auch Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sind täglich da. Ob das öffentlich passieren muss, darüber kann man diskutieren. Es hat sich schon alles ein bisschen verändert. Die Zeit überholt uns langsam. Wir müssen zusehen, dass wir an einigen Sachen festhalten. Das ist wie in der Familie, wenn die zusammenhält, ist es leicht, wenn nicht, geht jede Familie auseinander. Deswegen müssen wir hier beim FC Bayern München zusehen, dass wir da keine Luft dranlassen. Da darf nichts dazwischenkommen. In der Geschichte gibt es genügend Beispiele, ob das Troja war, ob das Caesar - jetzt gehen wir in die Antike. Der springende Punkt ist, dass wir zusammenhalten müssen. Ich glaube nicht, dass es förderlich ist, wenn Interna nach außen getragen werden. Aber teilweise macht man aus einer Mücke einen Elefanten. In anderen Klubs passiert das auch, hier wird das potenziert. Das war vorher so, aber ich würde mir wünschen, dass es nicht so ist", sagt Kovac.

+++ Kovac überzeugt von Wende +++

"Ich glaube schon, dass meine Jungs da wieder rauskommen. Ich versuche das mit meinem positiven Auftreten. Wenn jeder einzelne nur fünf Prozent mehr gibt, bin ich davon überzeugt, dass wir wieder da hinkommen, wo wir zu Saisonbeginn waren", sagt Kovac.

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+++ Robben hat Blockade im Knie +++

"Robben sagte mir, dass er eine Blockade im Knie spürte. Er fühlte sich nicht frei in seiner Bewegung. Es ist kein Schaden zu sehen, aber wir müssen schauen, dass wir die Blockade lösen. Ich hoffe, dass wir das bis zum Wochenende schaffen", sagt Kovac über Robben, der gegen Freiburg vorzeitig ausgewechselt wurde.

+++ Kovac: "Müssen positiv bleiben" +++

"Wir sind Menschen, wir haben mal eine gute Phase und mal eine weniger gute. Wenn ein Fußballer anfängt zu viel nachzudenken, dann fehlt die Energie. Wenn man positive Erlebnisse hat, dann denkt man nicht negativ. Wir sind gerade in einer Phase, in der wir uns alles hart erarbeiten müssen. Wir müssen versuchen, positiv zu bleiben. Ich könnte sagen, das war nicht gut und das war nicht, aber dadurch würde das Selbstvertrauen meiner Spieler nicht steigen", sagt Kovac.

+++ Kovac hofft auf Befreiungsschlag +++

"Man kann nicht immer alles begründen. Der Spaß und die Freude sind da. Wir brauchen mal wieder ein Spiel, das wir mit drei, vier Toren Unterschied gewinnen. Dann öffnet sich auch der Knoten", hofft Kovac auf den Befreiungsschlag.

+++ Coman vor Rückkehr ins Training +++

"Er fühlt sich erstaunlich gut. Wir hoffen, dass wir ihn nach der Länderspielpause so aufbauen können, dass er zum Ende des Monats wieder voll einsatzfähig ist. Dann haben wir einen mehr und wieder eine Konkurrenzsituation. Wenn er seine Form erreicht, ist er ein sehr wichtiger Bestandteil, der uns momentan fehlt", sagt Kovac über Coman.

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+++ Kovac über die Macht der Stars +++

"Wir haben einen großen, qualitativ guten Kader. Und jeder hat den berechtigten Anspruch zu spielen. Das ist wie beim Hasen und Igel. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen. Jeder kriegt seine Chance. Wir müssen performen! Und wenn wir nicht performen, kommt ein anderer. Darauf sollten wir uns konzentrieren und nicht darauf, wer ist sauer oder unzufrieden. Der Lolli ist ausgelutscht", sagt Kovac.

+++ Kovac über die Spielidee +++

"Wir tauschen uns mit den Spielern und im Trainerteam immer aus. Wir hinterfragen uns immer und versuchen, für die Jungs immer die besten Lösungen zu bringen. Wir haben eine Idee, die wir umsetzen wollen. Aber das schaffen wir im Moment immer nur für eine halbe Stunde. Wir müssen es wieder über die komplette Zeit schaffen", sagt Kovac auf SPORT1-Nachfrage.

+++ Kovac erwartet schweres Spiel +++

"Es war in Athen ein sehr umkämpftes Spiel. Wir hätten in der ersten Halbzeit schon ein, zwei Tore schießen können. Dass es dann so spät geworden ist, ist auch okay. Ich erwarte morgen ein schweres Spiel", sagt Kovac.

+++ Kovac lobt Kimmich +++

"Er kann es besser, das weiß ich und das weiß er auch - und es ehrt ihn, dass er dass so offen und ehrlich zugibt", sagt Kovac über Kimmichs Selbstkritik.

+++ Kovac legt Fokus auf Athen +++

"Das Spiel morgen ist auch für Samstag wichtig. Aber wir müssen die Spiele separat sehen. Wir wollen sie separat vorbereiten. Nach dem morgigen Spiel wird sowieso nur über Dortmund gesprochen, aber lassen Sie uns jetzt über Athen sprechen, auch aus Respekt vor AEK Athen", sagt Kovac.

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+++ Robben fällt aus +++

Kovac vermeldet den Ausfall von Arjen Robben, auch James Rodriguez ist wegen Wadenproblemen angeschlagen.

+++ Kovac über seine Position +++

"Das ist aber eine harte Frage. Dortmund ist am Samstag, vielleicht sollten wir über das Spiel gegen Athen sprechen. Das ist sehr wichtig. Wenn wir gewinnen, hätten wir zehn Punkte, dann könnten wir durch sein. Das Spiel am Wochenende ist sehr wichtig für Sie, aber für mich in erster Linie nicht. Wir müssen morgen gewinnen. Die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft ist gut. Wir sind positiver Dinge, dass es trotz der spielerischen Leistung, die wir zuletzt gezeigt haben, vom Ergebnis her gut wird. Ich hoffe, dass auch die Art und Weise morgen gut ist und uns alle zufrieden stellt", sagt Kovac auf SPORT1-Nachfrage, was ihn optimistisch stimme, dass dies nicht seine letzte Woche als Bayern-Trainer sei.

+++ Gleich kommt Kovac +++

Kimmich hat die letzte Frage beantwortet, jetzt folgt in Kürze Trainer Kovac.

+++ Kimmich: Platz eins ist das Ziel +++

"Es wäre extrem wichtig, die Gruppe als Erster abzuschließen. Wir wollen keine Torchance für den Gegner zulassen, denn zuletzt waren die Schüsse ja meistens drin. Ich bin mir sicher, dass wir einen überzeugenden Sieg einfahren", sagt Kimmich.

+++ Kimmich über den Plan +++

"Der Plan ist der gleiche. Wir müssen ein Bewusstsein für unsere Torchancen schaffen. Wir möchten uns das Selbstverständnis und die Leichtigkeit mit Ergebnissen wieder erarbeiten. Es liegt an uns Spielern. Natürlich verändern wir Dinge. Wir haben gegen jeden Gegnern einen anderen Plan. In den ersten Spielen war nicht alles schlecht. Die Dinge, die wir damals gut gemacht haben, machen wir jetzt nicht mehr so gut. Da müssen wir wieder hinkommen. Das heißt nicht, dass unser Plan von Haus aus schlecht ist, wir haben ihn nur einfach nicht gut umgesetzt", sagt Kimmich.

+++ Kimmich über seine Position +++

"Mir es es ganz egal, wo ich spiele. Sicher ist, dass ich so eine Leistung wie am Samstag nicht wiederholen will", sagt Kimmich.

+++ Steht Team hinter Kovac? +++

Kimmich wird gefragt, ob die Mannschaft noch voll hinter Kovac steht: "Absolut! Der Trainer kann nichts dafür, wenn wir gegen Freiburg noch in die Bredouille kommen. Die Statistik, dass die letzten acht Torschüsse drin waren, zeigt, dass wir nicht so viel zulassen, aber dass wir auch einfach nicht das nötige Glück haben. Das ist kein Vorwurf an Manuel Neuer. Es geht darum, wie wir verteidigen und wie wir mit unseren Torchancen umgehen. Dafür müssen wir ein Bewusstsein entwickeln. Am Ende stehen wir auf dem Platz, nicht der Trainer", sagt Kimmich.

+++ Kimmich über den Umgang untereinander +++

"Wir Spieler verstehen uns super. Der Umgang untereinander ist top. Daran liegt es nicht. Man tauscht sich auch mal untereinander aus. Uns ist aber auch klar, dass wir unsere Leistung gerade nicht so abrufen, wie wir uns das wünschen", sagt Kimmich.

+++ Kimmich stört Unruhe nicht +++

"Mich persönlich stört es nicht. Seit dreieinhalb Jahren gibt es immer wieder Unruhe. Wenn man immer deutscher Meister wird, wird es auch für die Leute ein bisschen langweilig. Die warten nur darauf, dass wir Fehler machen. Aber wir sind Profis genug, dass uns das nicht ablenkt", sagt Kimmich.

+++ Kimmich: Wir sind verantwortlich +++

"Wir stehen auf dem Platz und haben die Verantwortung. Wenn du, wie gegen Freiburg in der 80. Minute in Führung gehst, darfst du das Spiel nicht mehr hergeben. Das darf nicht passieren. Das hat überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun. Da sind wir Spieler in der Verantwortung, wir müssen dafür sorgen, dass wir an unser Leistungsmaximum kommen, dann bin ich überzeugt, dass wir auch wieder Spiele gewinnen werden", sagt Kimmich auf SPORT1-Nachfrage.

+++ Kimmich gibt sich selbstkritisch +++

"Ich bin topfit und habe keine Probleme. Das Spiel gegen Freiburg war in dreieinhalb Jahren mein schwächstes Spiel für Bayern. Ich hatte eigentlich meine Pause vorher. Ich hatte vorher zwar nicht die Spitzen, dass ich Tore vorbereitet habe, aber ich habe mir eine Basis geschaffen. Ich habe körperlich nicht das Gefühl, dass ich eine Pause brauche", sagt Kimmich selbstkritisch.

+++ Kimmich: Müssen Qualität auf den Platz bringen +++

"Wir haben nicht ganz die Leichtigkeit und das Selbstverständnis, das wir am Anfang ausgestrahlt haben. Vor dem Spiel gegen Bayern waren es einfach Arbeitssiege, ohne dass wir geglänzt haben. Wir müssen unsere Qualität einfach wieder auf den Platz bringen. Wir als FC Bayern müssen, um es klar zu sagen, mit Eiern auf den Platz gehen. Sodass man wieder sieht, dass wir Bayern München sind", sagt Kimmich.

+++ Kimmich macht den Anfang +++

Joshua Kimmich nimmt auf dem Podium Platz. "Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen, aber nicht nur das, sondern auch in einer souveränen Art und Weise, dass wir uns auch Selbstvertrauen holen. Für die Champions League muss man keinen extra motivieren. Danach kommt dann Dortmund", sagt Kimmich.

+++ Löst Bayern das Achtelfinal-Ticket? +++

Die Bayern liegen in Gruppe E punktgleich mit Ajax Amsterdam auf Achtelfinal-Kurs.

Mit einem Sieg gegen AEK Athen kann der deutsche Rekordmeister am Mittwoch sogar vorzeitig das Ticket für die K.o.-Phase lösen. Sollte Verfolger Benfica zur gleichen Zeit gegen Ajax verlieren, wären die Münchner bereits für die Runde der letzten 16 qualifiziert.

+++ Maulwurf-Ärger bei Bayern +++

Beim Rekordmeister gelangen zur Zeit wieder einmal Interna an die Öffentlichkeit.

So soll Trainer Kovac das lasche Aufwärmen seiner Ersatzspieler kritisiert und diesbezüglich neue Regeln aufgestellt haben. Als dies publik wurde, soll Kovac darum gebeten haben, dass keine Interna mehr nach Außen getragen werden. Diese Bitte gelangte wiederum an die Öffentlichkeit.

Kovac gibt sich äußerlich gelassen, es sei für den FC Bayern kein Alleinstellungsmerkmal, dass Insiderinformationen an die Öffentlichkeit gelangten.

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