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RB Salzburg versucht seit elf Jahren vergeblich, die Gruppenphase der Champions League zu erreichen
RB Salzburg versucht seit elf Jahren vergeblich, die Gruppenphase der Champions League zu erreichen © Imago
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RB Salzburg scheitert Jahr für Jahr in der Qualifikation zur Champions League. Für kommende Saison winkt ein fixer Startplatz, der aber wieder in Gefahr ist.

Red Bull Salzburg und die Champions League – das ist bislang definitiv keine Liebesgeschichte.

Letzten Sommer scheiterten die Mozartstädter zum elften Mal im elften Anlauf, über die Qualifikation die Gruppenphase der Königsklasse zu erreichen.

Nach einem torlosen Remis bei Roter Stern Belgrad gaben die Salzburger im Rückspiel eine 2:0-Führung aus der Hand und verpassten in den Playoffs nach einem 2:2-Remis die Gruppenphase aufgrund der Auswärtstorregel.

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Erneut blieb Salzburg nur ein Platz in der Europa League, in der der Klub Jahr für Jahr für Furore sorgt. In dieser Spielzeit ließ der österreichische Serienmeister, der die Tabelle der neuen Meisterschaftsrunde schon wieder mit neun Punkten Vorsprung anführt, in der Gruppenphase sogar Schwesterklub RB Leipzig hinter sich.

Dank der bärenstarken Leistungen in der Vorsaison, als die Truppe von Marco Rose bis ins Halbfinale vorstieß und in der UEFA-Fünfjahreswertung jede Menge Punkte für Österreich holte, war eigentlich schon so gut wie sicher in Stein gemeißelt, dass dem designierten Meister Salzburg in der Saison 2019/20 ein direkter Platz in der Gruppenphase winken würde.

Grund: Da der Champions-League-Sieger automatisch für die neue Saison qualifiziert ist und im Normalfall auch über die heimische Liga die Qualifikation klarmacht, rückt der Meister des Verbandes in die Gruppenphase nach, der auf Platz elf der UEFA-Fünfjahreswertung liegt – das wäre in der kommenden Saison der Champion Österreichs.

Salzburg bibbert vor Ajax und Tottenham

Als wäre es wie verhext, folgt das große Aber: Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, die im diesjährigen Halbfinale aufeinandertreffen, könnten Salzburg einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.

Sollte beispielsweise Ajax am Ende den Titel holen, wäre Österreichs Meister seinen Fixplatz in der Gruppenphase los, da die Niederländer nur auf Platz 14 der Fünfjahreswertung liegen und ebenfalls keinen automatischen Teilnehmer stellen. Ajax wäre somit als Titelverteidiger fest qualifiziert – auf Kosten von Salzburg.

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Ähnlich verhält es sich bei den Spurs, die in England derzeit zwar Dritter sind, aber nur drei Punkte Vorsprung auf Platz sechs haben. Sollte Tottenham demnach die Qualifikation über die Liga verpassen, aber in der Champions League triumphieren, wäre Salzburg erneut der Leidtragende und müsste in die Playoffs.

Also heißt es für Salzburg: Daumen drücken! Und zwar entweder für den FC Barcelona oder den FC Liverpool, die sich im zweiten Halbfinale gegenüberstehen. Denn sollte eines dieser beiden Teams die diesjährige Champions League gewinnen, wäre Österreichs Meister in der kommenden Saison definitiv in der Gruppenphase am Start.

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