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Karl-Heinz Rummenigge kritisiert die Reformbestrebungen in der Champions League. Er sieht keinen Grund, das Format ab 2024 zu ändern. Dies klang vor kurzem noch anders.

Karl-Heinz Rummenigge lehnt nun doch die Reform der Champions League ab.

"Warum müssen wir eigentlich überhaupt etwas verändern?", fragte der Vorstandschef des FC Bayern im Gespräch mit dem Spiegel.

Die Champions League sei "der mit Abstand beste und am schwierigsten zu gewinnende Wettbewerb der Welt", um den die europäischen Klubs in der ganzen Welt beneidet würden.

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Das hatte sich vor einigen Wochen noch etwas anders angehört. "Wir sind nicht pro. Es wird aber die eine oder andere Kröte geben, die man schlucken muss, um das Ganze zusammenzuhalten", hatte der Bayern-Boss erst im April bei Sky über eine mögliche Reform der Königsklasse ab 2024 gesagt.

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Rummenigge gegen Erweiterung der Gruppenphase

Die aktuellen Reformpläne gehen laut Rummenigge nicht auf Vereine aus den fünf größten Ligen zurück. Er sei "kein großer Freund der Idee, die Gruppenphase zu erweitern". Es gebe jetzt schon zum Ende der Gruppenphase zu viele "Dead Games, wo es um nichts mehr geht". Die Pläne, die von der europäischen Klubvereinigung ECA vorgebracht wurden, sehen unter anderem eine Gruppenphase mit vier Gruppen zu je acht Mannschaften vor.   

Das Wichtigste sei jedoch, betonte der Bayern-Boss, "dass der Europapokal nicht an den Wochenenden ausgetragen wird. Denn das würde einen großen Kampf mit den nationalen Ligen erzeugen."

Rummenigge: "ECA muss sensibel vorgehen"

Rummenigge erwartet eine intensive Diskussion beim ECA-Treffen in der kommenden Woche. "Am Ende muss die UEFA bei der Entscheidungsfindung sehr sensibel vorgehen", sagte Rummenigge.

Er schließe nicht aus, dass letztendlich das aktuelle Modell der Champions League beibehalten werde.

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Die ECA will bei ihrer Generalversammlung am 6./7. Juni auf Malta einen weiteren Austausch zu dem Thema anregen. Die ECA unterstützt die Reform-Initiative der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Die Pläne des europäischen Dachverbandes, den internationalen Wettbewerb ab 2024 in einer Art dreistufigem Ligen-Modell mit zahlreichen Fixplätzen für Topvereine und weitgehend ohne sportliche Qualifikation in den nationalen Meisterschaften auszutragen, waren zuletzt auf heftigen Widerstand gestoßen. Auch die Mitglieder der Deutschen Fußball Liga (DFL) sprachen sich bereits gegen das Modell aus.

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