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München - Vor dem Champions League-Finale warten die Spieler des FC Liverpool auf eine Rede von Jürgen Klopp. Dieser motiviert auf seine eigene, unvergessliche Weise.

Motivation à la Jürgen Klopp - das bedeutet, vor wichtigen Spielen auch mal auf ungewöhnliche Methoden zu setzen.

Wie Liverpool-Profi Georginio Wijnaldum in einem von The Athletic vorab veröffentlichten Interview für die Klopp-Biografie "Klopp: Bring the Noise" verraten hat, galt das ganz besonders für die Vorbereitung auf das Champions-League-Finale 2018 gegen Real Madrid.

Vor seiner Kabinenansprache habe Klopp auf einmal sein Oberteil angehoben und in die Unterwäsche gestopft - aber nicht irgendwelche Unterwäsche.

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"Wir sahen, dass er Boxershorts von Cristiano Ronaldo trug", berichtete Wijnaldum - also Unterwäsche aus der Kollektion des Superstars von Final-Gegner Real.

Wijnaldum schwärmt von Klopp

"Er hielt die Besprechung ab mit seinem Shirt in seine CR7-Boxer gestopft. Die ganze Umkleide lag auf dem Boden und hat sich kaputtgelacht", erinnerte sich Wijnaldum: "Das hat wirklich das Eis gebrochen. Normalerweise ist in solchen Situationen jeder ernst und konzentriert. Aber er war relaxt und hat diesen Scherz gemacht."

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Eine kuriose Art, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen - bei Klopp laut Wijnaldum jedoch nichts Ungewöhnliches: "Er hat schon hunderte solcher Witze gemacht. Wenn du siehst, dass dein Trainer entspannt und selbstbewusst ist, dann hat das einen positiven Effekt auf die Spieler. Er ist eine Art Vaterfigur. Mit seinen Witzen und seiner Körpersprache nimmt er den Druck von den Spielern."

Nicht nur deshalb ist die Beziehung zwischen Klopp und Wijnaldum, die mit den Reds am Abend gegen den FC Chelsea im UEFA Supercup antreten (UEFA Supercup: FC Liverpool - FC Chelsea, 21 Uhr im LIVETICKER), für den Niederländer eine ganz besondere. Der 28-Jährige sieht in Klopp nicht nur einen Trainer, sondern auch eine Art Vaterfigur.

Liverpool holt Champions League 2019

"Wenn ich Probleme habe, kann ich immer zum Trainer gehen. Ich schreibe ihm ein paar Tage vorher und frage, ob er eine Minute für mich hat", erklärte Wijnaldum: "Er ist immer neugierig, was los ist. Er möchte dann wissen, ob es etwas Gutes oder Schlechtes ist, und fragt, um was es geht."

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Die außergewöhnliche Motivation 2018 war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Mit 1:3 ging das Finale gegen Real Madrid und Cristiano Ronaldo verloren, Gareth Bale traf dabei doppelt.

Ein Jahr später klappte es für Liverpool dann jedoch mit dem ersehnten Titel in der Königsklasse.

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