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München und Dortmund - Wegen des Coronavirus wird das Champions-League-Spiel des BVB bei PSG zum Geisterspiel. Trotz der besonderen Maßnahmen des Pariser Klubs im Vorfeld.

Schon vor dem Revierderby gegen Schalke 04 (Bundesliga: Borussia Dortmund - Schalke 04, Sa. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) wird der BVB ein Geisterspiel austragen müssen.

Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem BVB am Mittwoch (ab 21 Uhr im LIVETICKER) wird vor leeren Rängen stattfinden. Das teilte die Pariser Polizei mit. (zum Corona-Ticker: Alles Infos zur aktuellen Situation für den Sport)

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"In Anwendung der vom Gesundheitsministerium am Sonntag beschlossenen Maßnahmen wurde entschieden, das Spiel hinter verschlossenen Toren auszutragen", begründete sie ihren Entschluss am Montag.

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BVB erstattet Fans die Ticket-Preise

Dortmund kündigte wenig später an, dass man seine Anhängern nicht auf den wertlosen Tickets sitzen lässt.

"Liebe BVB-Fans, es tut uns wirklich in der Seele weh, dass wir  auf Euch verzichten müssen! Den Kaufpreis fürs Ticket erstatten wir natürlich zurück", teilte der BVB via Twitter mit: "Wir schreiben jeden Einzelnen gerade an und informieren darüber, wie und auf welchem Wege dies vonstattengehen wird."

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Die französische Regierung hatte wegen des sich verbreitenden Coronavirus Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern verboten. Das hatte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntag nach einer Sitzung des Sicherheitsrats verkündet.

Zuvor hatte Frankreich bereits Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen, insbesondere in geschlossenen Räumen, verboten. Bisher steckten sich in Deutschlands Nachbarland über 1100 Menschen mit dem neuen Virus an. 19 Menschen starben.

Frankreich erstellt Ausnahmenliste - BVB-Spiel ohne Mixed Zone

In Deutschland hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Absage von Veranstaltungen dieser Größenordnung empfohlen, allerdings nicht angeordnet. Am Montag meldete er sich erneut zu Wort: "Ich ermuntere die Verantwortlichen ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen."

Spahns Pendant in Paris sprach von einem grundsätzlichen Verbot, kündigte jedoch Ausnahmen an. Laut Véran werde eine Liste mit Veranstaltungen, die "nützlich für das Leben der Nation" seien, erstellt. Dazu würden. "ich ermuntere beispielsweise Demonstrationen gehören - nicht aber das Königsklassen-Duell von PSG und BVB.

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Ebenfalls ausfallen wird die übliche Mixed Zone, in der Medienvertreter mit Spielern, Trainern und Schiedsrichtern Interviews führen können. Wie der BVB mitteilte, habe die UEFA dies für das Spiel in Paris untersagt.

"Wir waren auf diesen Fall und die daraus resultierenden Konsequenzen vorbereitet", ließ er BVB gegen Mittag verlauten.

Tuchel: "Natürlich wäre es ein Nachteil für uns"

Zuvor hatte sich PSG offenbar intensiv bemüht, ein ebensolches Geisterspiel zu verhindern. Wie die französische Sportzeitung L'Équipe berichtete, habe der Pariser Klub sein Stadion, den Prinzenpark, desinfizieren lassen.

Dabei sei die gesamte Arena bearbeitet worden: von den Tribünen bis hinein zu den Umkleidekabinen. Letztere seien bereits nach dem vorherigen Liga-Heimspiel gegen Dijon FCO (4:0) gereinigt worden und seither ungenutzt geblieben.

Ein Geisterspiel empfindet PSG-Trainer Thomas Tuchel als Nachteil, wie er bereits letzte Woche nach dem 1:2 im Hinspiel äußerte. "Natürlich wäre es ein Nachteil für uns, aber es gibt wichtigere Dinge als Fußball. Wir können den Fußball nicht isoliert betrachten, so funktioniert das nicht. Wir müssen das Ganze sehr aufmerksam verfolgen."

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