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München - Karl-Heinz Rummenigge plaudert die Pläne der FIFA aus. Zudem prangert Bayerns Vorstandsvorsitzender Transfers wie den von Neymar an.

Robert Lewandowski hat nach seiner herausragenden Saison mit dem FC Bayern nun doch die Chance, als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet zu werden.

Die FIFA bestätigte laut Bild, dass eine Weltfußballer-Wahl stattfinden werde - und damit die Aussagen des FCB-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge: "Laut Aussage des Präsidenten der FIFA soll diese Auszeichnung stattfinden. Gianni Infantino hat mir gesagt, dass der Award für den besten Spieler, die beste Spielerin und den besten Trainer verliehen werden soll", verriet Rummenigge im kicker: "Das kann man sehr begrüßen."

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Lewandowski gilt als Favorit auf die Auszeichnung: Der polnische Stürmer gewann mit dem deutschen Rekordmeister den Bundesliga-Titel und wurde mit 34 Toren Torschützenkönig. In der Champions League steht der 31-Jährige mit den Münchner im Halbfinale (Champions League: Olympique Lyon - FC Bayern, Mi. ab 21 Uhr im Liveticker) und führt sowohl die Torjägerliste an (14 Treffer) als auch bei den Vorlagen (5).

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Rummenigge: "Tradition bei der Weltfußballer-Ehrung bedenken"

Aufgrund der Coronakrise und ausgefallener Spiele hatte Ausrichter France Football den Ballon d'Or abgesagt, ebenso wollte die FIFA ihr Pendant The Best ursprünglich nicht stattfinden lassen. Bereits vor dem historischen 8:2 der Bayern im Viertelfinale gegen den FC Barcelona hatte Rummenigge Hoffnung auf eine Kehrtwende gemacht, nun also die Bestätigung.

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Den besten Spieler der Saison zu küren, hält Rummenigge für richtig: "Im Grunde unabhängig davon, dass Robert Lewandowski die wahrscheinlich beste Saison seiner Karriere spielt - denn ich finde, man muss auch die Tradition bei der Weltfußballer-Ehrung bedenken."

Dass Lewandowski "sehr gute Chancen" auf die Auszeichnung habe, lässt Rummenigge dennoch nicht unerwähnt: "Robert hat ein unglaubliches Jahr gespielt."

Sonderlob für Leon Goretzka

Überhaupt zeigt sich der Klubboss mit den Leistungen der Mannschaft höchst zufrieden. "Wir spielen nicht nur erfolgreichen, sondern auch hochattraktiven Fußball", sagte Rummenigge und lobt Trainer Hansi Flick: "Wir wollten nach den großen Trainern Louis van Gaal, Jupp Heynckes oder Pep Guardiola wieder an diese Ära anschließen."

Dabei sieht er das Bayern-Team optimal für kommende Aufgaben aufgestellt. "Der Mix stimmt, wir können durchaus optimistisch in die Zukunft schauen. Wir haben auch einen guten Spirit in dieser Mannschaft, es ist keine Sattheit festzustellen. Im Moment scheint die Sonne beim FC Bayern."

Neben erfahrenen Spieler über 30, die "absolute Schlüsselspieler" seien, entwickelten sich neue Führungskräfte. "Wenn ich nur Leon Goretzka als Beispiel nennen darf: Er war für mich der beste Spieler am Freitag (beim 8:2 gegen Barca; Anm.d.Red.). Er hat eine unglaubliche Entwicklung genommen, insbesondere jetzt in diesen Corona-Zeiten."

Rummenigge: Neymar-Transfer als Höhepunkt "finanzieller Exzesse"

Das aufgrund der Covid-19-Pandemie verschobene und nun ohne Hin- und Rückspiel stattfindende Champions-League-Turnier lobte Rummenigge neuerlich: "Was wir hier in Lissabon erleben - und ich bin lange in diesem Geschäft - ist das Beste, was ich jemals im internationalen Klub-Fußball erlebt habe. Es ist ein unglaublicher Thrill."

Für den Fußball ruft Rummenigge ganz grundsätzlich zu Reformen auf. "Wir müssen versuchen, den Fußball ein bisschen rationaler zu machen", fordert der Vereinsfunktionär: "Wir hatten in den vergangenen Jahren schon finanzielle Exzesse - mit dem Höhepunkt des Neymar-Transfers."

Der brasilianischer Superstar wechselte 2017 für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro von Barca zu Paris Saint-Germain.

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