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Paris - Hansi Flick spricht nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern München bei PSG ungewohnt emotional über seine Gefühlslage. Auch zu seiner Zukunft äußert er sich.

Hansi Flick hatte Redebedarf.

Nach dem dramatischen Viertelfinal-Aus in der Champions League - trotz des 1:0-Sieges bei Paris Saint-Germain - stellte sich der Trainer des FC Bayern München im Sky-Interview den Fragen zum Spiel.

Dabei ging es auch einmal mehr um seine Zukunft. Doch auf sein bekanntes "nächste Frage" verzichtete er diesmal. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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Zum Miteinander mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic erklärte der 56-Jährige: "Das ist stabil. Daran wird sich nichts ändern. Er hat seinen Job, ich habe meinen Job." Auch zu einem möglichen Zukunftsgespräch mit Oliver Kahn gab er Auskunft. "Wenn Oliver mit mir sprechen möchte, wird er mir das sagen. Ich habe Zeit. Wir haben noch keinen Termin. Wenn er Lust hat, mit mir zu quatschen, kann er es gerne tun." (Die Stimmen zum Spiel)

Der Fantalk begleitet den Viertelfinal-Kracher in der Königsklasse BVB gegen ManCity am Mittwoch live im TV und Stream ab 20.15 Uhr

Flick spricht über Zukunft und seine Familie

Danach war das eigentliche Interview vorbei. Doch Flick hatte noch etwas mitzuteilen. Der Bayern-Trainer setzte zu einer über vierminütigen emotionalen Rede an.

Er gab einen tiefen Einblick in sein Gefühlsleben und warb um Verständnis für seine Zugeknöpftheit in Sachen Zukunft. Dabei sprach er offen wie selten - auch über seine Familie. "Ob ich vielleicht beim DFB wäre und dort einen anderen Rhythmus hätte, ist für sie vollkommen egal", erklärte er.

Der emotionale Flick-Monolog im Wortlaut:

"Wir wollten in diesem Jahr wieder im Finale stehen. Wir haben den Kader dazu, hätten die Mannschaft dazu gehabt. Wir haben ein bisschen Pech gehabt, weil wir in den wichtigen Phasen verletzte Spieler hatten.

Dass man nach so einem Spiel, wenn man ausscheidet, nicht so locker ist, ist auch klar. Darüber hinaus waren die vergangenen Wochen auch von Medienseite aus mit Fragen gespickt, bei denen es auch nicht immer einfach war, sich etwas Neues einfallen zu lassen. Ich habe nie irgendetwas zu verkünden gehabt. Deshalb gab es auch die Antwort betreffend für mich keine Notwendigkeit, etwas anderes zu erzählen.

Man muss auch mal respektieren, wenn ein Trainer sagt: 'Ich habe jetzt keine Lust mehr, über dieses Thema zu sprechen'. Letztendlich sind die Dinge klar. Ich habe einen Vertrag bei Bayern München. Man macht sich immer Gedanken, was passiert, wie es weitergeht. Ob es hier wunderbar läuft oder was auch immer. Man macht sich immer Gedanken.

Für jeden Trainer, der in solchen Positionen ist - ob es Trainer oder Manager ist - geht es darum, wie man die Mannschaft und den Verein weiterentwickeln kann. Das ist ein ganz normaler Prozess. Den muss jeder mit sich selbst ausmachen. Das sind Dinge, die mir immer sehr wichtig sind. Wo geht es hin? Wie geht es weiter? Darüber mache ich mir immer Gedanken.

Für mich ist ein Erfolg ein stetiger Prozess. Mit den sechs Titeln, die wir geholt haben, haben wir einen Maßstab gesetzt. Das müssen wir weitermachen. Die Spieler wollen Erfolg haben und Titel gewinnen. Daher gibt es für mich immer wieder die Situation, alles zu bewerten, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Da habe ich natürlich auch meine Vorstellungen.

Egal, was ich machen würde, meine Familie würde mich immer unterstützen und hinter mir stehen. Ob ich vielleicht beim DFB wäre und dort einen anderen Rhythmus hätte, ist für sie vollkommen egal. Entscheidend ist für sie, dass der Job mir Spaß macht. Das wünscht sich meine Familie. Egal, wie meine Entscheidung fallen wird. Sie wird komplett hinter mir stehen. Das ist ein gutes Gefühl.

Der Job macht mir sehr viel Spaß. Ich hänge an dem Trainerjob, weil ich natürlich auch schon viele Dinge in meinem Leben gemacht habe. Ich kann mir nichts anderes vorstellen als den Trainerjob. Dass man in der Position ist, in der ich bin, ist schön. Es ist eine Situation, die sehr viel Freude macht. Man hat natürlich einen enormen Druck. Ich bin das von meiner Karriere als Spieler bei Bayern München gewohnt, dass man Erfolgsdruck hat. Auch beim DFB oder bei Bayern jetzt als Trainer. Das ist eine ganz normale Sache eines Trainers. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß."

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